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Quelle: © S. Hofschlaeger / PIXELIO www.pixelio.de 

Der Arbeitskreis „Sexueller Missbrauch“ des Jugendamtes des Landkreises Cuxhaven hat anlässlich seines 20-jährigen Bestehens am 10.11.11 einen Fachtag in der Evangelischen Familienbildungsstätte in Bad Bederkesa zu dem Thema „Sexueller Missbrauch in Institutionen“ ausgerichtet.

Sexuelle Übergriffe auf Kinder in Einrichtungen sind spätestens seit den letzten Jahren ein bundesweites Thema. Ziel dieser Veranstaltung war die Verbesserung und Sicherung des Kinderschutzes in Einrichtungen.

Zu diesem Fachtag konnten zwei kompetente Fachleute als Referenten gewonnen werden, die sich seit längerem mit diesem Thema beschäftigen. Caren Indefrey vom Kinderschutzzentrum Oldenburg hat sich in ihrem Fachvortrag mit dem Thema „ Institutioneller Umgang mit sexueller Gewalt“ auseinandergesetzt und in einem Workshop die Entwicklung eines Kinderschutzkonzeptes in Einrichtungen, z. B. in Kindertagesstätten, in Jugendwohngruppen oder auch in Beratungsstellen erarbeitet. Christian Spoden von der Fachstelle für Gewaltprävention in Bremen hat zu dem Thema „Was wünschen sich, was befürchten Täter in Einrichtungen?“ referiert und in einem Workshop die Verwendung von konkreten Präventionskonzepten dargestellt.

Der Fachtag ist auf eine sehr große Resonanz gestoßen. Von 125 Anmeldungen konnten aus räumlichen Gründen 90 berücksichtigt werden. Dieses große Interesse zeigt, dass der Schutz von Kindern in Institutionen und Einrichtungen ein wichtiges Thema ist, das viele Fachleute im Landkreis beschäftigt.

Grundvoraussetzung für den Schutz von Kindern in Einrichtungen ist die Bereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich mit Kinderschutzkonzepten zu beschäftigen, insbesondere mit sexualpädagogischen Konzepten. Mögliche Täter suchen sich ihr Betätigungsfeld nach strategischen Gesichtspunkten aus, wie sie am leichtesten an potentielle Opfer herankommen können. Durch ein eindeutiges und verbindliches Kinderschutzkonzept der jeweiligen Einrichtung werden sie eher abgeschreckt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen müssen über Grenzüberschreitungen und sexuelle Übergriffe gut informiert sein. Institutionelle Strukturen sind so zu gestalten, dass Grenzen zwischen Personen gewahrt bleiben, insbesondere im Hinblick auf Nähe und Distanz. Zu fordern ist eine achtsame Haltung gegenüber den anvertrauten Kindern und Jugendlichen. Hilfreich ist ein Beschwerdemanagement, das auch juristische Konsequenzen bei Grenzüberschreitungen nicht ausschließt. Das Beschwerdemanagement sollte für Betroffene und andere Nutzer sowie für Kooperationspartner der Einrichtungen ohne Aufwand erreichbar sein.

 

 


Autor: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven