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Headfoto Mobilitätskonzept

 

Pilotprojekt

Den Abschluss der ersten Projektphase bildete die Festlegung auf ein Pilotprojekt, welches in der zweiten Phase des Projekts vorbereitet und soweit wie möglich umgesetzt werden soll.

Zunächst waren aus der Status-Quo-Analyse drei Maßnahmenvorschläge entwickelt worden:

  • Optimierung von AST-Verkehren inklusive gemeindeübergreifender Angebote
  • Förderung der Verknüpfung von Radverkehr und ÖPNV
  • Aufbau einer kreisweiten Mobilitätszentrale

Als wirklich neuen und in der Region einmaligen Ansatz wurde vom Landkreis Cuxhaven und den Vertretern der Gemeinden die bessere Verknüpfung von Rad + ÖPNV bewertet, was zu der Entscheidung geführt hat, ein entsprechend innovative Pilotprojekt im Raum Bederkesa zu starten.

Die Wahl fiel auf Bederkesa, weil die Stadt Geestland mit der Buslinie 525 nach Bremerhaven zwar ein attraktives ÖPNV-Angebot hat. Hiervon profitieren jedoch vor allem die Orte Bad Bederkesa und Drangstedt, während die umliegenden Orte über kein ÖPNV-Angebot außerhalb der Schulzeiten verfügen. Ein AST-Angebot, das diesen Orten als Buszubringer dienen könnte, gibt es bislang nicht. Ebenso fehlt ein Verkehrsangebot auf der Schiene. Nun soll erprobt werden, wie sich der Zugang zur Buslinie 525 mithilfe von Fahrrad und Pedelec verbessern lässt. Dabei hat das Pedelec mit seinem elektrischen Antrieb gegenüber dem Fahrrad einen deutlichen größeren Aktionsradius.

Ziele des Pilotprojekts sind:

  1. Fahrrad und Pedelec als Alltagsverkehrsmittel im Nahbereich und als Zubringerverkehrsmittel zum hochwertigen Regionalbusverkehr etablieren.
  2. Ergänzung des ÖPNV-Angebots in der SG Bederkesa durch ein alternatives Mobilitätsangebot.
  3. Bessere Anbindung der nicht direkt angebundenen Orte an die Regionalbuslinie 525 in und aus Richtung Bremerhaven.
  4. Verbesserung des „Fahrradklimas“ und des Modal-Splits in der Region.
  5. Steigerung der Fahrgastzahlen auf der Linie 525.

Eine zentrale Maßnahme wird der Ausbau von drei bis vier Bushaltestellen an den Knotenpunkten des Radwegenetzes zu „rad+bus.STATIONen“ sein. Diese sollen u. a. mit diebstahlsicheren Radabstellanlagen ausgestattet werden. Auch über ein Pedelec-Verleihsystem für Bürger und Touristen wird nachgedacht. Besondere Tarife in Kombination mit dem ÖPNV sowie Serviceangebote und Mitmachaktionen rund um Fahrrad und Pedelec sollen das Angebot abrunden. Von den Erfahrungen im Pilotprojekt sollen dann auch andere Gemeinden im Kreisgebiet profitieren.

 

Grafik: Gestaltungsvorschlag für die rad+bus.STATION in Bad Bederkesa

Darüber hinaus beinhaltet das Pilotprojekt eine Reihe weiterer Maßnahmenvorschläge mit folgenden Schwerpunkten:

  • Erhalt bzw. die Verbesserung der Radinfrastruktur
  • weitere Verbesserung des ÖPNV-Angebots auf der Linie 525
  • besondere ÖPNV-Tarife für Fahrrad- und Pedelec-Nutzer sowie ergänzende Service-Angebote
  • Maßnahmen zur Förderung des Bewusstseins für eine nachhaltige Mobilität (public awareness) und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Begleitet und vorangetrieben wird das Pilotprojekt durch die Projektgruppe „ÖPNV+Rad“. Eingebunden sind die Verkehrs- und Tourismusverantwortlichen aus Kreis- und Stadtverwaltung, die Busverkehrsunternehmen in der Region, die Fahrradhändler aus Bad Bederkesa sowie Radaktivisten, die ihre Erfahrungen aus der Praxis einbringen sollen.