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Themenbereich Gesundheit

 

Aktuelles aus dem Gesundheitsamt

Winter ist Norovirus-Zeit - auch im Landkreis Cuxhaven:
Händewaschen hilft eine Ansteckung zu vermeiden.

Noroviren kommen weltweit vor und verursachen akute Magen-Darm-Infektionen, die typischen Brechdurchfälle. Vor allemin den Wintermonaten sind Noroviren weit verbreitet.  Die Viren werden von Kranken massenhaft mit dem Stuhl
und dem Erbrochenen ausgeschieden und sind hoch ansteckend und führen oft zu größeren Ausbrüchen von Brechdurchfällen, beispielsweise in Kindergärten, Schulen, Altenheimen oder Krankenhäusern.

Im Landkreis Cuxhaven, wie auch in ganz Niedersachsen, steigen jetzt wieder die Fallzahlen.

Daher informiert das Gesundheitsamt des Landkreises Cuxhaven wie man sich bei einer Erkrankung verhalten sollte, wer besonders gefährdet ist und wie man sich selbst vor einer Ansteckung schützen kann. ur eine ganz kleine Menge an Viren reicht zur Ansteckung aus!

Noroviren werden meist über eine Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Dabei werden die Viren in kleinsten Spuren von Stuhlresten oder
Erbrochenem von Erkrankten an den Händen weitergetragen, z.B. auf Türklinken oder andere Gegenstände. Von der Hand gelangen die Viren leicht
in den Mund.

Sehr ansteckend sind auch winzigste virushaltige
Tröpfchen in der Luft, die während des Erbrechens
entstehen. Rohe Lebensmittel wie Salate, Obst, Krabben oder Muscheln können mit Noroviren belastet sein und ebenso zu einer Ansteckung führen wie verunreinig-
tes Wasser oder andere Getränke.

Symptome und Verlauf

Die Krankheit bricht nach einer Ansteckung schnell, innerhalb von 6 Stunden bis zu maximal 3 Tagen oft plötzlich aus . Häufige Symptome sind: starke Übelkeit, schwall-
artiges Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfälle und Kreislaufbeschwerden. Die Beschwerden klingen normalerweise nach 1- 2 Tagen ab. Die Erkrankung ist unangenehm, aber bei gesunden Menschen nicht lebensbedrohlich. Gefahren beste-
hen insbesondere für kleine Kinder, Menschen mit chronischen Erkrankungen und älteren Menschen, sie reagieren besonders empfindlich, wenn durch Erbrechen und Durchfall viel Flüssigkeit und Salze
verloren gehen.

Was sollen Erkrankte beachten

Es können nur die Beschwerden gelindert werden. Antibiotika sind gegen Noroviren unwirksam. Eine Impfung gibt es bislang nicht. Erkrankte sollten sich körperlich schonen und den Kontakt mit anderen Personen möglichst einschränken.
Bei Durchfall und Erbrechen ist es wichtig, viel zu trinken. Um den Verlust von Salzen auszugleichen, kann gegebenenfalls der Einsatz von sogenannten Elektrolyt-Ersatzlösungen aus der Apotheke sinnvoll sein.

Achten Sie auf leicht verdauliche Nahrung mit ausreichender Salzzufuhr. Vor allem Kleinkinder, Schwangere, Senioren oder geschwächte Menschen sollten ärztlich behandelt werden, insbesondere wenn Durchfälle oft auftreten und/oder länger als 2 bis 3 Tage anhalten und zusätzlich Fieber oder Erbrechen hinzukommen.

Wie kann man die Ansteckungsgefahr verringern?

Erkrankte sollten, wenn möglich, eine eigene Toilette benutzen bis zu 2 Wochen nach Genesung. Waschen Sie sich stets gründlich die Hände mit Wasser und Seife!
Gründliches Händewaschen umfasst:
Die Hände zum Waschen ganz nass machen, die Seife für ca. 30 Sekunden gründlich auch zwischen den Fingern verreiben. Die Hände mit Wasser abspülen. Zum Ab-
trocknen sollte jede Person ein eigenes Handtuch oder Einwegtücher verwenden.Beseitigen Sie immer sehr zügig die Reste von Erbrochenem oder Stuhl, da diese sehr ansteckend sind. Achten Sie danach auf gründliche Händehygiene. Regelmäßiges Lüften der Räume senkt das Ansteckungsrisiko für andere Personen.
Flächen im Umfeld von Erkrankten wie Waschbecken, Türgriffe oder Toilettenspülungen sollten regelmäßig sauber gemacht werden – es reichen
Wasser und gängige Reinigungsmittel. Der Einsatz von Desinfektionsmitteln ist im Privathaushalt in der Regel nicht erforderlich. Bereiten Sie, wenn Sie krank sind, keine Speisen für andere zu. Geschirr kann wie üblich gereinigt werden. Wechseln Sie im Krankheitsfall Leib- und Bettwäsche, Waschlappen und Handtücher häufig und wa-
schen Sie diese mit einem Vollwaschmittel bei min-destens 60°C.Achten Sie auch im Anschluss grundsätzlich immer auf sorgfältige Hände- und Toilettenhygiene. Bei ei-
nem Ausbruch im Krankenhaus wird das Personal besondere Hygienemaßnahmen ergreifen. Besonders Menschen, die in Gruppeneinrichtungen wie Altenheime, Krankenhäuser, Schulen oder Kindergärten leben, sie besuchen oder in ihnen arbei-
ten, sind durch den engen Kontakt mit vielen Menschen, aber auch wegen der Nutzung derselben Sanitäranlagen, besonders gefährdet, sich anzustecken. Daher sollten Erkrankte auch nach Abklingen der Beschwerden mindestens zwei Tage lang den Besuch solcher Einrichtungen meiden. Kinder unter 6 Jahren, die am Norovirus erkrankt sind, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen ebenfalls nicht mehr besuchen. Die Eltern sind verpflichtet, die Leitungen der Einrichtungen über die Erkrankung des Kindes zu informieren. Auch hier gilt: Erst zwei Tage nach Abklingen der Krankheit darf das Kind wieder Kontakt mit anderen Kindern haben. Wer beruflich mit bestimmten Lebensmitteln zu tun hat, darf bei ansteckendem Erbrechen und/oder Durchfall frühestens 2 Tage nach Abklingen der Beschwerden wieder arbeiten. Das gilt auch für den Verdachtsfall.

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