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09.04.2020

Information über Anlaufstellen im Landkreis Cuxhaven

„Für viele Menschen im Cuxland stellt die aktuelle Situation aufgrund bestehender psychischer Erkrankungen oder Suchterkrankungen oder z.B. weil sie neu zugewandert sind eine besondere Herausforderung dar.

So sind bei psychischen Erkrankungen bislang entlastende Faktoren, wie das Wahrnehmen einer geregelten Tagesstruktur sowie die Aufrechterhaltung persönlicher sozialer Kontakte teilweise fast vollständig weggefallen. Auch müssen sich Menschen, die in unseren Landkreis neu zugewandert sind, täglich auf neue Situationen einstellen. Sprachkurse fallen aus, die Ausländerbehörde ist nur per Termin erreichbar, Nachrichten in deutscher Sprache werden (noch) nicht ausreichend verstanden, es kommt zu finanziellen Engpässen oder gar zu Kündigungen, die wiederum Auswirkungen auf das Aufenthaltsrecht haben. Hinzu kommen Sorgen um Freunde und Verwandte in der Heimat oder im Ausland. Dies führt zu Verunsicherung und Ängsten“, informiert Landrat Kai- Uwe Bielefeld und stellt ergänzend dar: „Dadurch oder bei einer psychischen Erkrankung sind oftmals auch die Angehörigen belastet.“

Folgende Anlaufstellen können von den Bürgerinnen und Bürgern in Anspruch genommen werden:

Psychische Erkrankungen: hier bietet der Sozialpsychiatrische Dienst des Landkreises Cuxhaven allen Ratsuchenden unkompliziert eine Beratung und Hilfe bezüglich psychischer Erkrankungen an. Auch Angehörige können sich dorthin wenden.
Betroffene können montags – donnerstags in der Zeit von 08:30 Uhr – 15:30 Uhr und freitags von 08:30 Uhr – 12:00 Uhr unter der Rufnummer: 04721 66-2910 telefonisch mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst in Kontakt treten. Daneben gibt es auch die Möglichkeit für Angehörige von Betroffenen sich an die Selbsthilfe- und Kontaktgruppe für Menschen mit einer psychischen Erkrankung und deren Angehörige „Vision“ zu wenden. Sie erreichen diese unter der Telefonnummer: 04723 1265 oder per E- Mail unter der Adresse: vision(at)ewe.net

Suchterkrankungen: Menschen, die unter den Auswirkungen einer Suchterkrankung leiden, haben die Möglichkeit, den Verein für Beratung und Hilfen bei Suchtfragen und seelischen Leiden im Landkreis Cuxhaven e. V. (kurz VBS) unter der Telefonnummer.: 04721 3 70 67 oder per E- Mail: info(at)vbs-cuxhaven.de zu kontaktieren.

Opfer häuslicher Gewalt: Opfer von häuslicher Gewalt und übrigen Straftaten und haben unverändert die Möglichkeit sich an die Opferhilfe Stade zu wenden. Diese ist montags bis freitags unter der Telefonnummer 04141 40 30 430, oder per E- Mail an poststellestade(at)opferhilfe.niedersachsen.de, zu erreichen.

Unterstützung für neu zugewanderten Mitbürgerinnen und Mitbürger: die Beratung der Caritas wird weiterhin telefonisch angeboten, persönliche Gespräche werden in Einzelfällen und ausschließlich nach telefonischer Anfrage vereinbart. Sie erreichen die Mitarbeiterinnen der Caritas unter der Telefonnummer 04721 69028-0 oder per E-Mail an info(at)caritas-bremerhaven.de

Die psychologische Sprechstunde für traumatisierte Flüchtlinge im MVZ Timmermann und Partner findet vorerst nicht statt. In Notfällen können Sie Frau Hurtado Recinos dienstags, mittwochs und donnerstags von 10:00 Uhr - 13:00 Uhr unter der Telefonnummer 0157 33 37 30 62, oder per E-Mail info-cux(at)ntfn.de erreichen.
Alternativ bietet das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge e.V. (NTFN) vorerst bis zum 19.04.2020 telefonische psychologische und psychosoziale Beratungsgespräche in verschiedenen Sprachen an. Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des NTFN: https://www.ntfn.de/ntfn_important/
Das Hilfetelefon richtet sich speziell an Frauen und bietet Beratung in 17 Sprachen (einschließlich Gebärdensprache) und ist online unter www.hilfetelefon.de und telefonisch unter 0800 116 016 rund um die Uhr und jeden Tag für die Betroffenen da.

„Scheuen Sie sich nicht, diese Unterstützungs- und Entlastungsangebote in Anspruch zu nehmen oder diese Informationen weiterzugeben“, wünscht sich der Landrat und verbindet damit auch den Dank an alle genannten Stellen für deren Angebote.

Autor/in: PresseInformationsDienst des Landkreises Cuxhaven