Pressearchiv
Qualität wird immer mehr zum
Das bedeutet einen Rückgang von 478.227 Übernachtungen (= - 7,5%) zum Vorjahr. Davon entfallen 2.682.469 Übernachtungen und 299.144 Gäste auf das Nordseeheilbad Cuxhaven. Die durchschnittliche Verweildauer liegt bei 10,3 Tagen und befindet sich damit nach wie vor im oberen Bereich. (Zum Vergleich: Bundesweit beträgt die durchschnittliche Verweildauer 3 Tage).
Der Hauptanteil der Übernachtungen im Landkreis (ohne Nordseeheilbad Cuxhaven) liegt nach wie vor mit 1.045.698 Übernachtungen in der Samtgemeinde Land Wursten, die einen Rückgang von minus 2,9 % zu verzeichnen hat. Während von den größeren Tourismusgemeinden die SG Hadeln und das Moorheilbad Bad Bederkesa zulegen konnten, sind die Übernachtungszahlen neben dem Land Wursten und dem Nordseeheilbad Cuxhaven auch in der SG Hagen (= - 2,7 %) und in der Gemeinde Nordholz (= - 4,2 %) rückläufig. Die Samtgemeinden Am Dobrock und Börde Lamstedt konnten ihre Übernachtungszahlen vom Vorjahr halten.
Die klassischen Übernachtungsarten Hotel (= - 6,4 %), Ferienwohnung und Ferienhaus (= - 3,4 %) und Privatzimmer (- 4,6 %) weisen ausschließlich rückläufige Übernachtungszahlen aus, während die Jugendherbergen (= + 3,0 %), Schullandheime, Jugendlager (= + 1,3 %) und Bauernhöfe (= + 2,4 %) steigende Übernachtungszahlen zu verzeichnen haben. Die Campingplätze (= +/- 0,0 %) konnten trotz der zeitweise campingunfreundlichen Witterungsverhältnisse ihr hohes Niveau vom Vorjahr halten. Die Übernachtungszahlen bei den Bootsliegeplätzen schlagen mit – 2,2 % negativ zu Buche.
Den eigentlichen Rückgang der Übernachtungszahlen im Jahre 2004 meldet das Nordseeheilbad Cuxhaven. Mit 2.682.469 Übernachtungen (Vorjahr 2003: 3.166.324 Übernachtungen) werden hier 483.855 Übernachtungen weniger als im Vorjahr registriert (= - 15,3 %). Die Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH erklärt den Rückgang der Übernachtungszahlen in erster Linie mit der Überarbeitung der Statistik im Bereich der Erholungsheime und Kurkliniken, wo die Zahlen bisher mangels anderer Möglichkeiten geschätzt worden sind. Rückgänge sind auch wetterbedingt bei den Campingplätzen und im Privatvermietungsbereich sowie bei den Pensionen zu verzeichnen.
Mit 5.879.458 Übernachtungen ist die Übernachtungszahl im Jahre 2004 erstmals seit 1998 wieder unter die 6 Millionengrenze zurückgefallen. Abgesehen von den statistischen Bereinigungen bei Erholungsheimen und Kurkliniken im Nordseeheilbad Cuxhaven und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage sind von dem Rückgang in nicht unbeträchtlichem Maße die Privatvermieter (Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Privatzimmer) betroffen. In diesem Bereich ist das touristische Angebot im Cuxland umfangreich und vielfältig. Dennoch ist hier festzustellen, dass das Preis-/Leistungsverhältnis und die Zimmerausstattung nicht immer dem veränderten Qualitätsbewusstsein der Gäste entspricht. Qualität wird immer mehr zum entscheidenden Wettbewerbsinstrument im Tourismus. Gäste und Kunden entscheiden sich zunehmend für jene Angebote, bei denen sie die Sicherheit haben, dass die Leistungen qualitativ hochstehend und ihren Preis wert sind. Nur wenn in allen Bereichen, von der Ausstattung über den Service bis hin zur Landschaft, Umgebung und Infrastruktur gute Qualität geboten wird, stimmt der Gesamteindruck. Mit der DTV (Deutscher Tourismus Verband)-Klassifizierung von Ferienwohnungen, Ferienhäusern und Privatzimmern ist im Cuxland eine wesentliche Maßnahme zur Qualitätsverbesserung umgesetzt. Den Anbietern privater Unterkünfte ermöglicht die Klassifizierung eine komplexe Einschätzung ihrer angebotenen Unterkunft und dem Urlauber hilft die Klassifizierung bei der Einschätzung und Auswahl der Urlaubsunterkunft. Leider beteiligen sich bisher noch zu wenig Betriebe. Es sollte daher angestrebt werden, dass sich sämtliche im Gastgeberverzeichnis und im Internet aufgeführten Betriebe an der Klassifizierung beteiligen. Unterkünfte ohne Zertifizierung werden in Zukunft mit Rückgängen bei Buchungen rechnen müssen. Wenn die 6 Millionengrenze in der Übernachtungsstatistik wieder erreicht oder überschritten werden soll, wird eine Leistungstransparenz der touristischen Angebote unerlässlich sein.