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13.09.2019

28. und 29. September 2019 - Tage der Industriekultur am Wasser

Mit über 250 Veranstaltungen in 122 Denkmalen an 58 Orten lädt die Metropolregion Hamburg zum fünften Mal zu den „Tagen der Industriekultur am Wasser“.

Hafenanlagen, Schleusen und Schiffe, Leucht- und Wassertürme, Brücken und Mühlen, Fabriken und Kraftwerke geben am 28. und 29. September 2019 Einblicke in die Welt der Industriekultur am Wasser.
Die Tage der Industriekultur am Wasser stellen Orte der Industriegeschichte in der Metropolregion Hamburg vor, die oftmals weitgehend unbekannt sind. Das verbindende Element ist die Technik, die Wasser nutzt, Wasser beherrscht und am Wasser liegt.
Für alle Kultur-, Geschichts- und Technikinteressierten, genauso wie für Aktive und Familien ist etwas dabei. Führungen, Schiffsfahrten, Rundgänge, Radtouren, Mitmach-Aktionen, Besichtigungen und „Denkmale in Aktion“. Das Angebot ist so vielfältig wie die teilnehmenden Industrieanlagen.
In Cuxhaven sind die Hafenführungen auf dem Rad ein Publikumsmagnet. Es geht entlang der Fischereihäfen, dem Amerika-Hafen und dem Steubenhöft. Die Hapag-Hallen, die Fischhallen und weitere Denkmalobjekte stehen auch auf dem Programm. Neben der Geschichte des Hafens und der Fischerei wird auf der Tour auch die zukünftige kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung des Alten Fischereihafens thematisiert. Beliebt ist das Krabben pulen am Ende der Fahrt. Die Touren beginnen jeweils um 11:00 Uhr. Anmeldungen unter galerie-ae(at)gmx.de.
Im Wrack- und Fischereimuseum „Windstärke 10“ finden spannende Führungen durch das Museum statt. Für Kinder gibt es mit „Seestern & Co“ Bastelaktionen zu maritimen Themen. Sie wollten schon immer wissen, wie das Schiff in die Flasche gekommen gekommen ist? Am 28. September 2019 können sie einem erfahrenen Buddelschiffbauer bei seiner kunstvollen Tätigkeit über die Schulter schauen.
Feuerschiffe dienen als schwimmende Leuchttürme der Navigation. Ein auffälliges Äußeres gehört ebenso dazu wie ein Leuchtfeuer. Das 1948 in Papenburg gebaute Feuerschiff »Elbe 1« wurde 40 Jahre lang weit draußen in der Elbmündung eingesetzt. Auf dieser, wegen Stürmen, Strömungen und der dicht befahrenen Schifffahrtsstraße, gefährlichen Position wurden nur besonders stabil gebaute Feuerschiffe eingesetzt. Die Crew der »Elbe 1« lädt zum Open Ship ein und führt über das Schiff.
Gleich nebenan befindet sich das Semaphor an der Alten Liebe. Es ist ein Überbleibsel aus der Zeit vor dem Funkverkehr: Wetterdaten werden damit optisch übermittelt. Tafeln an dem Windanzeiger informieren über den Gebrauch.
Mit dem gewachsenen Schiffsverkehr nach Hamburg wurden um 1900 Dutzende von Leuchttürmen an der Unterelbe gebaut, so auch die „Dicke Berta“. Der Leuchtturm, der von 1897 bis 1983 in Dienst war, kann bestiegen werden. Führungen mit Ausblick werden angeboten und bei gutem Wetter wird ein Geschicklichkeits-Wurfspiel für die ganze Familie gespielt.
Der ewige Kampf mit den Naturgewalten des Meeres ist Thema des Deichmuseums Land Wursten, das die mehr als 1000jährige Geschichte des norddeutschen Deichbaus, mit seiner einzigartigen Sammlung von Deichbaugeräten, anschaulich präsentiert. Führungen jeweils um 14:00 Uhr veranschaulichen die regionale Deichbaugeschichte.
Die Pumpe des Schöpfwerks in Otterndorf zählt bis heute zu den größten Europas. Sie sorgt in dem niedrigen Marschland, das häufig unter Wasser stehen kann, für nutzbares Land. Angetrieben wird die 90 Jahre alte Anlage von Elektromotoren, die 1996 veraltete Dieselmotoren ersetzten. Das Werk, mit seiner bemerkenswerten Industrieästhetik, kann besichtigt werden und mehrmals täglich finden Führungen und Erläuterungen zum Thema Entwässerung im Sietland statt.
Das Besondere an vielen Industrieobjekten ist neben dem Denkmal selbst das damit verbundene Naturerlebnis. Bei geführten Spaziergängen am 28. September 2019 um 11:00 Uhr oder 15:00 Uhr lassen sich beispielsweise die Ostebrücken in Hechthausen erkunden, die zum ersten Mal dabei sind. Die formschöne Straßenbrücke von 1935 war die erste befestigte Straßenbrücke in der Region. Die Eisenbahnbrücke wurde im Mai 1945 durch deutsche Soldaten teilweise zerstört, war aber einen Monat später, mittels der heute noch stehenden, schnell montierbaren Behelfsbrücken, wieder passierbar.
Die 1909 in Betrieb genommene Schwebefähre zwischen Osten und Hemmoor ist mit ihrem 38 Meter hohen Portal aus Stahlfachwerk das markanteste Bauwerk im Elbe-Weser-Dreieck. Während Sie „wie zu Kaisers Zeiten“ schweben, wird die Geschichte der Schwebefähre erläutert. Wem das zu hoch hinaus ist, geht in die Fähr-Stuv, das Museum der Schwebefähre.
In Hemmoor lädt das Deutsche Zementmuseum zu einem Besuch ein. Das Zementwerk in Hemmoor war lange Zeit die größte Fabrik im Elbe-Weser-Dreieck. 1905 waren hier 2.000 Menschen beschäftigt. Die angebotenen Führungen beschäftigen sich mit Entstehung, Blütezeit und Ende des Zementwerks. Auch das Außengelände der Fabrik, mit den noch erhaltenen Maschinen und Lokomotiven, wird besichtigt. Darüber hinaus gibt es jeweils um 15:00 Uhr Führungen durch das Hemmoorium zu Fossilien der Kreide- und Steinzeit.
Die „Tage der Industriekultur am Wasser“ werden alle zwei Jahre von der Metropolregion Hamburg organisiert. Die Hamburg Marketing GmbH unterstützt das Projekt. Die Metropolregion Hamburg ist Mitglied im Europäischen Netzwerk der Industriekulturrouten ERIH (European Route of Industrial Heritage).
Das ausführliche Programm zu allen 122 Anlagen und Museen der Industriegeschichte in der Metropolregion Hamburg liegt in allen teilnehmenden Denkmalen und Museen und in den Tourismusinformationen der Metropolregion aus. Weitere Informationen zur Industriegeschichte sind verfügbar unter: www.tagederindustriekultur.de
Bildmaterial unter: www.metropolregion.hamburg.de/pressefotos/

Rückfragen bitte an:

Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg

Marion Köhler
Pressesprecherin
Telefon +49(0)40 42841-2604
presse(at)metropolregion.hamburg.de
www.metropolregion.hamburg.de

Dr. Margit Bansbach
Pressearbeit
Tel.: 0172 548 28 69
margit(at)bansbach.at

Autor/in: PresseInformationsDienst des Landkreises Cuxhaven