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Aktuelles

 

22.01.2020

Afrikanische Schweinepest - Vorbereitung auf einen Ausbruch

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde kürzlich bei einem Wildschwein in Westpolen, nur noch rund 20 km von der deutschen Grenze entfernt, nachgewiesen.

Vor diesem Hintergrund fand am 15. Januar eine Veranstaltung des gemeinsamen Tierseuchenkrisenzentrums der Landkreise Cuxhaven, Osterholz, Rotenburg, Stade und Verden zur Vorbereitung auf einen ASP-Ausbruch statt.
Eine ähnliche Veranstaltung wurde Anfang des Jahres 2018 schon einmal durchgeführt. Der Einladung nach Bremervörde folgten Vertreter der Jäger, der Landwirte, der Tierärzte, der Maschinenringe, der Landes- und Bundesforsten, der Ordnungsämter, der unteren Jagdbehörden und sowie Behördenleitungen der fünf Landkreise. Ca. 65 Personen wurden über die aktuelle Seuchenlage, insbesondere in den europäischen Nachbarländern, informiert.
Die Seuche, die für den Menschen ungefährlich ist, breitet sich in diesen Ländern ungehindert aus. Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war ein Vortrag über die Folgen eines Nachweises der ASP. Auch in Deutschland würde ein Ausbruch zu massiven wirtschaftlichen Verlusten und zu einer gravierenden Beeinträchtigung der Landwirtschaft führen. Über Monate würden große Gebiete gemaßregelt werden müssen. Schweine, Schweinefleisch und andere Erzeugnisse von Schweinen dürfen aus Betrieben, die in reglementierten Gebieten liegen, nicht mehr verbracht werden. Ernte- und Betretungsverbote für bestimmte Regionen können angeordnet werden. Anders als bei anderen Tierseuchen ist im Falle der ASP die Zusammenarbeit der Behörden mit Jägern und Landwirten extrem wichtig.
Die Maschinenringe haben für den Ausbruchsfall ihre Unterstützung zugesagt. Vereinbart wurde, in allen fünf Landkreisen „schnelle Eingreiftruppen“ einzurichten, die im Falle des ASP-Nachweises sofort bei der Fallwildsuche und Bergung zur Verfügung ständen. Eine erste wichtige Maßnahme ist die Suche nach verendeten Wildschweinen (Fallwild) sowie dessen Untersuchung und Bergung. Anhand der Ergebnisse ergibt sich dann ein Überblick über die geografische Verbreitung und die Zahl der infizierten Wildschweine, so dass im Anschluss die richtigen Entscheidungen getroffen werden können.
Bereits jetzt sollte jeder, der ein verendetes Wildschwein findet, dieses beim zuständigen Veterinäramt melden.

Autor/in: PresseInformationsDienst des Landkreises Cuxhaven