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Pressearchiv

16.06.2005

"Sicher ist, dass nichts sicher ist,

selbst das nicht" Diese Aussage des deutschen Lyrikers, Erzählers und Malers Joachim Ringelnatz ist auch heute noch ebenso zutreffend wie zu seinen Lebzeiten.

Großbrände, wie der in einem - glücklicherweise leerstehenden - Bürohochhaus in der Innenstadt Madrids zu Beginn dieses Jahres, verdeutlichen, dass der Brandschutz nicht nur bei der Errichtung eines Gebäudes eine wichtige Rolle spielt. Ein umfassendes Brandschutzsystem, welches im Ernstfall reibungslos zum Einsatz kommt, bildet eine wichtige Grundlage für die Sicherheit von Menschen und Sachwerten.

Vor diesem Hintergrund wurde das Kreishaus in der Vincent-Lübeck-Straße am vergangenen Montag im Rahmen einer Übung geräumt. Ziel der Übung war es, bestehende Brandschutzregelungen zu überprüfen. Dazu sollten neben Aspekten der Eigensicherung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch Regelungen zum Schutz der Besucher beleuchtet werden.

Mit Hilfe einer Nebelmaschine war das am stärksten genutzte Treppenhaus nahe dem Haupteingang innerhalb von wenigen Minuten von dichten, aber unschädlichen Qualmwolken durchzogen. „Rauch“, der unter Treppenhaustüren hervor quoll, veranlasste überraschte Mitarbeiter umgehend die hauseigene Einsatzleitstelle zu informieren, gleichzeitig reagierten Rauchmelder. Routiniert wurden durch die Einsatzleitstelle alle Anwesenden durch Auslösen der hauseigenen Sirene alarmiert. Schon wenige Minuten nach Alarmierung konnten eigens für die Übung abgestellte Beobachter feststellen, dass Flure und Büros sich in kürzester Zeit - wie für den Ernstfall vorgesehen - leerten.

Die Ausnahme bildeten einige wenige, die es wie Joachim Ringelnatz hielten, indem sie offenbar unterschiedliche Auffassungen davon hatten, was das Sicherste sei: den Alarm zu ignorieren, darauf zu vertrauen, dass es sich um eine Übung handelt und im Kreishaus zu bleiben oder den Weg ins - gerade außerordentlich nasse - Freie zu suchen.

Als Fazit der Übung konnte Landrat Bielefeld feststellen, dass fast alle Anwesenden das Gebäude zügig verlassen haben. Die Übung zeigte naturgemäß aber auch einzelne Schwachstellen in der Alarmierung und Informationsübermittlung. In den kommenden Wochen werden die Erkenntnisse der Übung ausgewertet und die Regelungen zur Räumung den Anforderungen angepasst. Weitere Übungen sollen folgen, entsprechend dem Sprichwort „Übung ist der beste Lehrmeister“.

Mitbürgerinnen und Mitbürger, die das Kreishaus während der Übung kurzzeitig nicht wie gewohnt aufsuchen konnten, wurden um Verständnis gebeten.

Autor/in: PresseInformationsDienst des Landkreises Cuxhaven