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29.08.2019

DigitalPakt Schule

Das Land Niedersachsen gewährt nach Maßgabe der Verwaltungsvereinbarung des Bundes und der Länder Zuwendungen zum Ausbau der digitalen schulischen Bildungsinfrastruktur.

Am 08.08.2019 ist hierzu die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der IT-Infrastruktur und der IT-Ausstattung in Schulen in Kraft getreten.
Für die Bewilligung der Zuwendungen und die Prüfung der Verwendung ist die Nds. Landesschulbehörde - Regionalabteilung Osnabrück - zuständig.

Dem Landkreis Cuxhaven stehen für seine 32 Schulen für die nächsten fünf Jahre Fördermittel in Höhe von insgesamt 7.395.775,00 € zur Verfügung. Für jede einzelne Schule ist eine pauschale Fördersumme in Höhe von 30.000,-- € in Form eines Sockelbetrages vorgesehen. Dieser Sockelbetrag ist vom Schulträger verpflichtend für die jeweilige Schule u verwenden.

Die weiteren Fördermittel, den sog. „Kopfbetrag“, erhalten die Schulträger nach Anzahl der Schülerinnen und Schüler in den Schulen des Schulträgers im Verhältnis zur Gesamtschülerzahl in Niedersachsen. Die Finanzmittel des Kopfbetrages kann der Schulträger in eigener Verantwortung auf seine Schulen verteilen. Dadurch kann der Schulträger nach den Erläuterungen zur Förderrichtlinie „Schwerpunkte setzen und seine Schulen ggf. auf den gleichen Stand bringen, wenn er in der Vergangenheit schon Leuchtturmschulen stärker gefördert hat. Auch schafft dieses Verfahren Spielräume, die ggf. aufgrund baulicher Gegebenheiten oder aber aufgrund von Aspekten der Schulentwicklungsplanung sinnvollerweise vor Ort von den Kommunen entschieden werden sollten.“

Die Antragstellung, die Bewilligung und auch der Nachweis der Verwendung erfolgen über ein Online-Antragsverfahren. Diese Online-Plattform ist erst seit dem 15.08.2019 freigeschaltet.
Der Landkreis Cuxhaven als Schulträger für 32 Schulen ist gerade dabei, sich in diesem Online-Verfahren registrieren zu lassen, um im Anschluss die von der Landesschulbehörde eingepflegten Schulbestandsdaten zu prüfen.

Im weiteren Verlauf können in enger Zusammenarbeit mit den Schulen die ersten Förderanträge gestellt werden. Eigens hierzu ist bereits eine „Arbeitsgruppe zur Digitalisierung der kreiseigenen Schulen“ ins Leben gerufen worden. Eine Voraussetzung für die Förderung im Rahmen des DigitalPakts ist allerdings die Vorlage eines pädagogischen Konzepts der Schulen für das Lehren und Lernen mit den sog. Neuen Medien. Daran anknüpfend schließt sich die dafür erforderliche technische Ausstattung an. Eine gewisse Vorarbeit seitens der Schulen ist somit unerlässlich.

In erster Linie besteht die Absicht des Landkreises Cuxhaven darin, die Fördermittel, abgesehen von den Sockelbeträgen jeder einzelnen Schule, dafür zu verwenden, die digitale Infrastruktur in den Schulen aufzubauen oder zu verbessern, also jede Schule strukturell so auszustatten, dass die Endgeräte wie bspw. interaktive Tafeln oder die Einrichtung von Tablet-Klassen auch technisch umsetzbar sind. Mit dieser Maßnahme wird der Landkreis Cuxhaven dem eigentlichen Bestreben des DigitalPakts in vollem Umfange gerecht, denn es handelt sich vornehmlich um eine Infrastrukturförderung und nicht um eine Förderung zur Beschaffung von Endgeräten. Der Landkreis Cuxhaven verfolgt das Anliegen, jeder Schule und damit auch jeder Schülerin und jedem Schüler die gleichen Voraussetzungen zum Einstieg ins digitale Lernen zu ermöglichen.

In Zusammenarbeit mit der Agentur für Wirtschaftsförderung, der IT-Abteilung und dem Fachgebiet Schulen im Hause hat der Landkreis Cuxhaven enorme Anstrengungen unternommen, die kreiseigenen Schulen an das Breitbandnetz anzuschließen. Inzwischen konnten 20 der 32 Schulen mit dem Breitbandnetz versorgt werden; für die tatsächliche Nutzung sind teilweise aber noch technische Komponenten nachzurüsten, die in Kürze umgesetzt werden. Für weitere 5 Schulen sind bereits entsprechende Aufträge zur Breitbandversorgung erteilt worden. Für die übrigen Schulen wird aktuell die technische Machbarkeit bzw. die tatsächliche Notwendigkeit analysiert. In weiteren Schritten ist die WLAN-Ausleuchtung in den Schulen vorzunehmen, dann kann erst die weitere technische Umsetzung erfolgen. Die Realisierung dieser Maßnahmen wird für alle Schulen noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Erst wenn diese Maßnahmen umgesetzt sind, ist der Einsatz von digitalen Endgeräten in den Schulen möglich und sinnvoll.
Aus diesem Grund ist dem Landkreis Cuxhaven als Schulträger sehr daran gelegen, die Fördermittel aus dem DigitalPakt sorgsam, mit Augenmaß und nachhaltig zu verwalten. Der Landkreis Cuxhaven wird eine sorgfältige Planung im Umgang bei der Beantragung der Fördermittel berücksichtigen, denn allen an der Umsetzung des DigitalPakts Beteiligten muss bewusst sein, dass die Folgekosten, u.a. in Bezug auf Service, Wartung und Support der Hardware, steigende Administration der Netzwerkstruktur und insbesondere Ersatzbeschaffungen für abgeschriebene Hardware, nicht durch den DigitalPakt gedeckt werden. Es bleibt also festzustellen, dass die Investitionen, gefördert durch den DigitalPakt, erheblich steigende personelle und finanzielle Ressourcen des Schulträgers in den nächsten Jahren mit sich bringen.
Um dieses Spannungsfeld transparent zu gestalten, ist der Landkreis Cuxhaven aktuell mit der Erstellung eines mittelfristigen Medienentwicklungsplanes für die kreiseigenen Schulen beschäftigt. Dieser wird den politischen Gremien nach Erstellung zur Beratung und Beschlussfassung vorgestellt.
Die Umsetzung des DigitalPakts und die Erstellung des Medienentwicklungsplanes bietet eine große Chance, stellt aber auch eine große Herausforderung für die Schullandschaft dar.

Autor/in: PresseInformationsDienst des Landkreises Cuxhaven