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09.03.2006

Landkreis zieht positive Bilanz

beim eigenen Energieverbrauch Der Landkreis konnte den Energieverbrauch in seinen Gebäuden in den letzten 10 Jahren deutlich senken.

Insgesamt unterhält der Landkreis 63 Gebäude in unterschiedlichster Größe und Nutzungsart, vom Waldmuseum in der Wingst mit einer Nutzfläche von rd. 100 m² bis zum Kreishaus mit einer Nutzfläche von rd. 18.000 m². Den größten Anteil bilden aber die Schulen mit rd. 198.000 m² Nutzflächen.
Die Energiekosten bilden einen wesentlichen Anteil an den Gesamtkosten dieser Gebäude. Aus diesem Grund ist beim Landkreis eine besonders ausgebildete Fachkraft damit beauftragt, laufend die Energieverbräuche zu überwachen und zu bewerten. Zu diesem Zweck werden eine Vielzahl von Daten erhoben und analysiert. Auf Grund der daraus gewonnenen Erkenntnisse werden unterschiedliche Maßnahmen in die Wege geleitet. Dabei handelt es sich einerseits um bauliche Maßnahmen. Teilweise kann über moderne Leittechnik aber auch direkt in die vorhandene Regel- und Steuertechnik eingegriffen werden und so die Heizleistung optimiert werden.
Eine Betrachtung der letzten 10 Jahre zeigt, dass dieser Weg erfolgreich war, denn der Verbrauch von Heizenergie in den kreiseigenen Schulen ist in diesem Zeitraum kontinuierlich gesunken ist. Da die Verbrauchswerte stark von den Witterungsverhältnissen in den einzelnen Jahren beeinflusst werden, wurden für den Vergleich die betrachteten Verbrauchswerte zuvor über so genannte Gradtagszahlen um die Temperaturschwankungen bereinigt.

Die Entwicklung des Heizenergieverbrauchs ist in der nachfolgenden Grafik dargestellt:

Energieverbrauch

Im Jahr 1996 wurden in den Schulen insgesamt 2.735.600 m³ bzw. l Heizenergie verbraucht, im Jahr 2005 noch 1.903.850 m³ bzw. l. Eine deutliche Verbrauchssenkung ist erkennbar im Jahr 1997, die zurück zu führen ist auf die Einführung der Klimaarbeitsgruppen in den Schulen im Jahr 1996.
Die kontinuierliche Reduzierung des Verbrauchs über den Gesamtzeitraum lässt erkennen, dass bei baulichen Maßnahmen - sowohl bei Neubau- und Erweiterungsbaumaßnahmen als auch im Rahmen der laufenden Bauunterhaltung - stets besonderes Gewicht gelegt wird auf Energie einsparende Maßnahmen. Die Erfolge solcher energiesparenden Maßnahmen wird deutlich an folgendem Beispiel:
1999/2000 wurde am Schulzentrum in Hagen der sog. Mobilklassentrakt, in dem seinerzeit die Orientierungsstufe untergebracht war, abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Mit Fertigstellung des Neubaues wurde die beheizte Fläche der damaligen Orientierungsstufe gegenüber dem zuvor vorhandenen Gebäudes von 543 m² auf 1.003 m² erweitert. Trotz der fast verdoppelten Fläche ist der Verbrauch an Heizenergie dagegen leicht gesunken, von durchschnittlich mehr als 10.000 m³ im Altbau (Mobilklassentrakt) auf unter 9.000 m³ im Neubau. Dieses Beispiel zeigt den Einfluss, den die Bauweise und der Einsatz moderner Baustoffe auf den Energieverbrauch haben.
Selbstverständlich werden auch die Strom- und Wasserverbräuche laufend beobachtet und ausgewertet und wenn möglich durch geeignete Maßnahmen verbessert.

Autor/in: PresseInformationsDienst des Landkreises Cuxhaven