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28.02.2007

Maßnahmen zum Hochwasser- und Fischotterschutz in Verbindung mit Maßnahmen zum Natur erleben

Nördlich von Bad Bederkesa liegt das Naturschutzgebiet Wehdenbruch. Hier und in den angrenzenden Bereichen soll in diesem Jahr damit begonnen werden, die ehemals vorhandene Fluss- und Moorlandschaft zu revitalisieren und renaturieren. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt – beteiligt sind der Landkreis Cuxhaven, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der Unterhaltungsverband Hadeln und die Landesforsten.

Hier und in den angrenzenden Bereichen soll in diesem Jahr damit begonnen werden, die ehemals vorhandene Fluss- und Moorlandschaft zu revitalisieren und renaturieren. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt – beteiligt sind der Landkreis Cuxhaven, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der Unterhaltungsverband Hadeln und die Landesforsten.
Möglich geworden ist dieses einmalige Projekt durch die finanzielle Unterstützung der EU, des Landes Niedersachsen, der Niedersächsischen Wattenmeerstiftung und der Niedersächsischen Lottostiftung (Bingo). Im Rahmen einer Informationsveranstaltung wurde das Projekt kürzlich den Anliegern, Verbänden und Gemeinden vorgestellt. Der Flecken Bad Bederkesa und die Gemeinde Steinau begrüßten das Projekt. Von den Anliegern kamen wertvolle Anregungen und Hinweise, die im weiteren Verfahren geprüft werden.
Das Projektgebiet „Wehdenbruch“ befindet sich in direkter Nähe zum Holzurburger Wald an der Kreuzung der Fließgewässer Lehe, dem Schifffahrtsweg Elbe-Weser (Hadelner-Kanal) und dem Flögelner Seeabfluss. Der Holzurburger Wald und sein Umland mit seinen verschiedenen Lebensräumen wie naturnaher Laubwald, Hochmoor, Niedermoor und die Fließgewässer werden in diesem Projekt miteinander verknüpft. Die wesentlichen Ziele sind dabei die Verbesserung der Hochwassersicherheit und die Schaffung eines Lebens- und Rückzugsraum für den Fischotter. Darüber hinaus sollen die Möglichkeiten des „Natur Erlebens“ gefördert werden.
Das Projektgebiet gliedert sich in mehrere Teilbereiche. Im Bereich „westlicher Wehdenbruch“ soll durch neue Flügeldeiche die Deichsicherheit gestärkt und ein Überstauungsbereich mit wechselnden Wasserständen geschaffen werden. Es entstehen neue Wasserflächen, die einen zusammenhängenden Lebensraum für den Fischotter bilden.
Der Bereich „westlicher Wehdenbruch“ stellt die Initialzündung für weitere Projektbereiche dar. Ausgehend von dieser Maßnahme und der damit verbundenen planerischen Regelung der Wasserverhältnisse können weitere Bereiche renaturiert werden. So sollen im Teilbereich „östlicher Wehdenbruch“ Hochmoorflächen optimiert werden. Hierfür werden bereits vorhandene Verwallungen instand gesetzt, erhöht und erweitert.
Ein weiteres wichtiges Ziel des Projektes ist es, in den Teilbereichen „Holzurburger Wald“ und „Bederkesaer See“ die Natur-Erlebnisfunktion für den Menschen zu fördern. So sollen die Besucher des Holzurburger Waldes z.B. die Möglichkeit bekommen, auf geführten Waldwanderwegen das künftige Naturschutzgebiet zu erwandern. Durch die geplanten Angebote können dem Besucher Informationen zur Entstehung, Nutzung und Entwicklungsgeschichte sowie zur Tier- und Pflanzenwelt nahe gebracht werden.

Eine Karte zum Downloaden finden Sie hier: