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Florian Lechner präsentiert seine Jahresgabe 2024 im Museum gegenstandsfreier Kunst
Am kommenden Freitag, 29. November, wird die exklusive Jahresgabe 2024 von Florian Lechner um 18:00 Uhr im Museum gegenstandsfreier Kunst präsentiert. Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Die Ausstellung von Florian Lechner „rauschen“ war bis Mitte Juni dieses Jahres im Museum gegenstandsfreier Kuns zu besuchen und führte zu großer positiver Resonanz. Nun präsentiert Florian Lechner seine Jahresgabe im Museum – eine limitierte Edition von 40 Unikaten. Die Arbeiten verknüpfen auf einzigartige Weise analoge und digitale Prozesse und setzen neue Impulse in der Verbindung von Raum, Material und Wahrnehmung.
Die 40 Unikate der Jahresgabe, mit einem Durchmesser von je 20 cm, wurden als UV-Direktdruck auf drehbarem Aluminiumkompositträger mit einer Magnetaufhängung gefertigt. Die Stücke sind für Mitglieder des Museums für je 450,- € und für Nichtmitglieder für je 600,- € käuflich zu erwerben. Anmeldung und Reservierung für Exemplare der Jahresgabe können per E-Mail über museum@mgk-otterndorf.de vorgenommen werden.
Florian Lechner präsentierte im Museum gegenstandsfreier Kunst seine erste museale Einzelausstellung
Florian Lechner (*1981 in Burghausen) hat seine künstlerische Laufbahn als Steinbildhauer begonnen, bevor er an der Akademie der Bildenden Künste in München unter Prof. Hermann Pitz sein Studium als Meisterschüler abschloss. Seine Arbeiten zeichnen sich durch ein spannungsreiches Zusammenspiel von analogen und digitalen Materialien sowie Methoden aus, die Prozesse der Entmaterialisierung und Rematerialisierung künstlerisch erforschen.
In seiner ersten musealen Einzelausstellung im Museum gegenstandsfreier Kunst realisierte Lechner mit rauschen eine raumgreifende Installation, die das gesamte Gebäude als integralen Bestandteil des Kunstwerks miteinbezieht. Die Installation erstreckt sich über zwei Ebenen mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen: ein fensterloses Erdgeschoss und ein Obergeschoss mit natürlichem Tageslicht. Lechner verzichtete dabei bewusst auf künstliche Museumsbeleuchtung, indem alle Lichtquellen Teil der Arbeit wurden. Das Publikum erlebt diese immersive Arbeit als ein Gesamtkunstwerk, das nicht nur die Architektur, sondern auch die eigene Wahrnehmung in den Fokus rückt.
Die Jahresgabe 2024
Für den Förderverein des Museums gegenstandsfreier Kunst hat Florian Lechner eine exklusive Jahresgabe entwickelt, die konzeptionell eng mit seiner Ausstellung rauschen verbunden ist. Die limitierte Edition umfasst 40 Unikate, die als digitale CGI-Arbeiten (Computer Generated Imagery) entstanden sind.
Inspiriert von einem am Otterndorfer Strand gefundenen und in der Ausstellung gezeigten schwarzen Steins, greift Lechner die Idee des Findlings und der Frage nach Verortung und Verteilung auf. Der digitale Findling wurde in unterschiedlichen Varianten geschnitten, wodurch einzigartige kreisrunde Bildwerke (Tondi) entstanden sind. Diese runden Werke zeichnen sich durch visuell eindrucksvolle Oberflächenstrukturen aus, die plastische Faltungen suggerieren.
Ein besonderes Merkmal der Jahresgabe ist die innovative Präsentationsform. Lechner hat eine Hängung entwickelt, die es erlaubt, die Arbeiten nicht nur klassisch an der Wand, sondern auch an der Decke zu installieren. Dadurch entstehen neue Perspektiven, die den Betrachter auf unerwartete Weise in einen Dialog mit dem Kunstwerk treten lassen.
Die Jahresgabe knüpft sowohl an die Ausstellung „rauschen“ als auch an die kommende Publikation des Museums an. Sie bildet damit nicht nur ein eigenständiges künstlerisches Statement, sondern auch eine Verlängerung der Ausstellungsidee, indem sie den digitalen und materiellen Übergang zwischen Kunstwerk und Betrachtenden thematisiert.
Florian Lechner zeigt mit der Jahresgabe 2024 erneut, wie besonders er analoge und digitale Welten verbindet und dabei neue, innovative Darstellungsformen erschafft. Die 40 Unikate bieten Sammlern nicht nur einzigartige Kunstwerke, sondern auch die Möglichkeit, Teil eines künstlerischen Gesamtkonzepts zu werden, das die Grenzen zwischen Materialität, Raum und Wahrnehmung auslotet.