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17.02.2006

Geschwindigkeitskontrollen werden

fortgesetzt Seit Januar 2005 führt der Landkreis Cuxhaven mit einem mit modernster Messtechnik ausgestatteten Fahrzeug eine eigene Verkehrsüberwachung durch.

Die Anschaffung und Investition in ein eigenes Messfahrzeug war ein Schritt in die richtige Richtung, bestätigen doch die Zahlen für das Jahr 2005 auf erschreckende Weise, dass viele Autofahrer sich nicht der Gefahr bewusst sind, die bereits von geringfügigen Geschwindigkeitsüberschreitungen ausgehen und im schlimmsten Fall zu einer konkreten Gefahr für Leib und Leben anderer Verkehrkehrsteilnehmer, insbesondere für Kinder und alte Menschen, führen können.
So wurden im vergangenen Jahr an 255 Messtagen insgesamt 15.600 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, davon 13.027 im Verwarnungsgeldbereich und 2.377 im Bußgeldbereich, 325 davon mit einem derart hohen Geschwindigkeitsüberschuss, dass Fahrverbote verhängt werden mussten.


Gemessen wurde an über 200 Messstellen im gesamten Kreisgebiet einschl. des Stadtgebietes Cuxhaven. Die Messstellen wurden in Abstimmung mit der Polizei eingerichtet, aber auch berechtigte Wünsche von Kommunen und Bürgern fanden Berücksichtigung. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Unfall- und Gefahrenschwerpunkte, schnell befahrene Außerortsstrecken und die Bereiche von Schulen, Kindergärten und Altenheimen gelegt.
Die Erfahrungen des vergangenen Jahres haben die Notwendigkeit gezeigt, aus Gründen der Verkehrssicherheit einen möglichst flächendeckenden Einsatz des Messfahrzeuges anzustreben.
Schwerpunkt der Messungen war wegen der hohen Geschwindigkeiten verbunden mit waghalsigen Überholmanövern mit 31 % die als „Todesstrecke“ berüchtigte B 73 zwischen Hechthausen und Cuxhaven und wegen des hohen Zu- und Abgangsverkehrs mit zum Teil kleinen Kindern mit 17 % der Bereich von Schulen und Kindergärten. Die verbleibenden 52 % der Messungen verteilen sich innerorts und außerorts auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im gesamten Kreisgebiet.


Bei aller Kritik an den teilweise sogar „uneinsichtigen“ und „unbelehrbaren“ Schnellfahrern soll an dieser Stelle aber auch der Erfolg in Sachen Verkehrssicherheit hervorgehoben werden: Trotz der recht hohen „Sünderquote“ insgesamt wurde sowohl von der Polizei als auch von den Mitarbeitern der Bußgeldstelle auf einigen Straßenabschnitten ein deutlicher Rückgang der Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert.
Auf einige Autofahrer scheinen sich die Messungen des Landkreises also schon nachhaltig ausgewirkt zu haben und das Ziel des Landkreises, mit den eigenen Messungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Verkehrsdisziplin beizutragen, hat damit Früchte getragen.
Der Landkreis wird seine Geschwindigkeitskontrollen daher unverändert fortsetzen.

Autor/in: PresseInformationsDienst des Landkreises Cuxhaven