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„Studio A“ eröffnet als „Museum gegenstandsfreier Kunst“ in neuem Domizil.
Jetzt wagt das Haus unter neuem Namen und in einem neuen Gebäude in dem Niedersächsischen Nordseebad einen Neuanfang: „Das neue Haus ist für uns ein folgerichtiger Schritt“, erklärt die Direktorin des Museums, Dr. Ulrike Schick. „Dazu gehört auch der Abschied des althergebrachten Namens ‚Studio A’“, so die Kunsthistorikerin weiter. Die Institution ist nicht nur ein Ausstellungshaus, sondern verfügt auch über eine beachtliche Sammlung mit Künstlern von Albers bis Tapies, dem der präzisierte Name Rechnung trägt. In dem neuen Gebäude – einer ehemaligen Filiale der Kreissparkasse – kann nun erstmals die hochkarätige Sammlung angemessen präsentiert werden.
Gegründet 1977 unter dem Namen „studio a – sammlung zeitgenössischer kunst“ blickt das Museum für gegenstandsfreie Kunst, wie es jetzt heißt, zurück auf eine lange erfolgreiche Geschichte als Sammlung wie als Ausstellungshaus. Zunächst zeigte die Institution ausschließlich konkrete Kunst. 1999 einigte man sich auf den Namen „Studio A Otterndorf, Museum gegenstandsfreier Kunst“. Mit dem Umzug von der ehemaligen Stadtscheune in die ehemalige Kreissparkasse an der belebten Hauptdurchgangsstraße beginnt für das Haus eine neue Ära, der auch der neue Name symbolisiert. Jetzt verfügt das Museum nicht nur über geeignete Räumlichkeiten für die Sammlung, unterteilt in verschiedene Kabinette, sondern auch über separate Flächen für Wechselausstellungen, eine Präsenz-Bibliothek, die gleichzeitig Raum für Seminare bietet, und über ein großzügiges Magazin für die Sammlung im Untergeschoss.
Der großzügig strenge Raum der Wechselausstellungen kann so in der Tradition des „alten“ Studio A von den Künstlern bespielt und unmittelbar bezeichnet werden, so die Leiterin! So können nun auch Video-Kunst, Raumzeichnungen, Raummalereien oder Installationen in dem neuen „Museum gegenstandsfreier Kunst“ gezeigt und gesammelt werden.
Dem pflichtet auch der zuständige Landrat Kai-Uwe Bielefeld bei: „Mit dem neuen Namen hat der Landkreis Cuxhaven gegenüber allen anderen Einrichtungen in Deutschland, die moderne Kunst sammeln und ausstellen, ein Alleingestellungsmerkmal. So wollen wir für ein unverwechselbares Gesicht des Hauses in der musealen Welt sorgen“.
Abseits der Kunstmetropolen gelegen, aber dennoch leicht von Hamburg oder Bremen aus zu erreichen hofft das Museum, die Position in der deutschen Museumslandschaft zu erlangen, die der langjährigen qualitätvollen Ausstellungs- und Sammlungstätigkeit gebührt.
Der besondere Dank des Museum für gegenstandsfreie Kunst gebührt dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Dr. Götz Päzold, der die Präsentation gegenstandsfreier Kunst in angemessenen neuen Räumlichkeiten im Herzen Otterndorfs möglich gemacht hat.
Des Weiteren dankt das Institut Dirk Wurzer von der Versicherungsgruppe Hannover (VGH) für die Unterstützung des Wettbewerbs für den grafischen Auftritt des Hauses, für den die Designagentur b3k, Christoph Krämer in Hamburg den Siegerentwurf abgeliefert hat. Den weiteren Sponsoren wie der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und dem Landschaftsverband der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden gebührt ebenfalls unser Dank.
Aber auch dem Förderverein gebührt der Respekt des Museums und des Landkreises!
Ohne seine Mithilfe vor Ort, von der Finanzierung der Fassadengestaltung bis hin zur Eröffnungsausstellung, wäre das Museum nicht dort, wo es hingehört!
SHIFT
Zur Neueröffnung zeigt Andreas Schmid eine Raumzeichnung.
Mit der Eröffnungsausstellung „Shift“ des Berliner Künstlers Andreas Schmid (geboren 1955) wird auch die qualitätvolle Ausstellungstätigkeit in einem neuen Rahmen weitergeführt. Nicht ganz zufällig nimmt Schmid die Doppeldeutigkeit des Wortes Shift auf - es geht um Veränderung - sei es im Oeuvre oder de facto als „Ortswechsel“ des Museums, es geht um Überlagerungen, Verwandlungen, eben um einen Wechsel. „Ich gehe in den Raum hinein, erfahre ihn als solchen und nehme ihn auf, wie er sich mir darbietet“, so der Künstler. In seiner ihm eigenen reduzierten Formensprache wird er im Museum für gegenstandsfreie Kunst eine ortspezifische Rauminstallation entwickeln. Dabei wird er, wie viele seiner Vorgänger, zuförderst Sol LeWitt, direkt auf die Wand gehen. Parallel dazu setzt er eine Lichtinstallation in der Burg Bederkesa in Bad Bederkesa. Eingelassen in den Rasen am Burggraben befinden sich Leuchtkörper, die wellenförmig ihre Lichtqualität ändern. Der Künstler gestaltet so einen Dialog, zwischen Leere und Fülle, Licht und Dunkel, Zeichnung und Installation, Innen und Außen. Schmid hat bereits 2002/03 eine ähnliche Installation in der Sammlung Daimler Chrysler in Berlin präsentiert. Die Museumsleiterin Dr. Ulrike Schick freut sich über die Ausstellung des Ausnahmekünstlers: „Mit einer Vita, die sowohl ein DAAD Stipendium in China, einen Lehrauftrag, wie auch einen Aufenthalt in der Chinati-Foundation Donald Judds aufweisen kann, schließt Andreas Schmid unmittelbar an unser Ausstellungsprogramm mit herausragenden internationalen Künstlern an.“
Die Ausstellung wird getragen von dem Landkreis Cuxhaven sowie dem Förderverein des Museums.
Es erscheint eine Dokumentation.
Fotos der Lichtinstallation in der Burg Bederkesa:
Zum Anschauen: Lichtinstallation 1 Lichtinstallation 2 Lichtinstallation 3 Lichtinstallation 4
Zum Download in Originalgröße: Lichtinstallation 1 Lichtinstallation 2 Lichtinstallation 3 Lichtinstallation 4