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Tipps für den Gartenbesitzer
Dann gehen die Gartenbesitzer mit Rasenmäher und Kantenschneider um. Dazu gibt es aber eine naturnahe Alternative: die Wildblumenwiese.
Die genaue Betrachtung der Nutzung einer großen Rasenfläche liefert oft ein überraschendes Ergebnis. Ein Großteil des Rasens wird nur betreten, um ihn zu mähen. Die Umwandlung von Teilen des intensiv bearbeiteten Rasens in eine naturnahe Blumenwiese bietet dem Gartenbesitzer eine Reihe von Vorteilen.
Die Vorteile einer Blumenwiese
• Die Wiese muss nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden.
• Arbeitszeit und -kraft für aufwendige Pflege wird gespart.
• Lärm, verursacht durch laute Rasenmäher und Kantenschneider, wird vermieden.
• Kosten werden eingespart.
• Die Menge des Grünabfalls wird geringer.
• Die Kompostierung der Grünabfälle einer Blumenwiese ist problemlos möglich, während bei der Kompostierung von Rasenschnitt einige Regeln zu beachten sind.
• Eine Blumenwiese ist erlebnisreicher als eine Rasenfläche.
Die Anlage einer Blumenwiese bietet natürlich auch ökologische Vorteile. Mit der Zeit siedeln sich hunderte Arten von Pflanzen und Kleintieren an. Diese wiederum sind die Lebensgrundlage für größere Tiere, vor allem verschiedene Vogelarten. Kurz geschorene Rasenflächen, die häufig so genannten grünen Wüsten, bieten dagegen nur wenigen Tierarten ausreichenden Schutz und Nahrung.
Wo wird eine Naturwiese angelegt?
Zunächst einmal sucht man sich eine Fläche aus, die selten betreten wird. Es sollte auch nicht der ganze Rasen umgewandelt werden, denn erst einmal sollte ausgetestet werden, wie viel Blumenwiese gefällt und wo sie sich möglichst ungestört entwickeln kann. Nach guten Erfahrungen kann der Gartenbesitzer der Blumenwiese in den Folgejahren gestatten, sich auszudehnen.
Es gibt drei Möglichkeiten, eine Wildwiese anzulegen
Die erste ist die einfachste, dauert aber am längsten. Eine ausgedehnte Rasenfläche wird einfach sich selbst überlassen. Mit der Zeit finden sich dort standortgerechte Wildkräuter und Stauden ein. Der zweite Weg besteht in der Anlage von Inseln. Hier wird der Rasen kleinräumig abgesodet, die Fläche mit Sand verfüllt und ganz dünn eine Blumensaatmischung ausgesät.
Wie kommt man an geeignete Sämereien?
Im Spätsommer und Herbst sollte mit dem Sammeln der Samen von heimischen Kräutern und Stauden wie Lupine, Schafgarbe, Kornblume, Mohn, Wegwarte und anderen Blütenpflanzen begonnen werden, damit die ganze Vielfalt der Natur zur Aussaat zur Verfügung steht. Samen von Klee, Hahnenfuß und Gräsern sollten nicht mit ausgestreut werden, denn diese Pflanzen werden sich in kurzer Zeit von allein einfinden.
Eine Wildwiese muss kaum gepflegt werden
Nach der Blüte im Juli wird die Blumenwiese abschnittsweise gemäht, damit sie auf Dauer nicht verholzt. Die Mahd bleibt kurze Zeit liegen. Kräuter und Blumen können dann aussamen. Dann wird die Wiese abgeräumt und die Mahd kompostiert. Das ist in diesem Fall erheblich einfacher als das Kompostieren von Rasenschnitt, da das notwendige Strukturmaterial schon in der Wiese vorhanden ist. Auch fällt vergleichsweise wenig Grünabfall an. Die Wiese darf auf keinen Fall gedüngt werden, im Gegenteil: Durch das Abräumen der Mahd mit dem Rechen wird die Wiese nährstoffärmer - und artenreicher. Als weitere Pflegemaßnahme können von Zeit zu Zeit stark dominierende Kräuter, Gräser und Kleearten entfernt werden.
Haben Sie Fragen zur Anlage einer Wildblumenwiese oder ganz allgemein zur Abfallvermeidung und Kompostierung im eigenen Garten? Die Abfallberatung berät Sie gern: Telefon (04721) 66-2606, Fax (04721) 66-2538 oder Mail abfallberatung@landkreis-cuxhaven.de