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Sonderausstellung: 1981-2021 »Von der Ruine zum Museum«-40 Jahre Burg Bederkesa in neuem Glanz
Dieses Jahr feiert die Burg Bederkesa ihr 40-jähriges Bestehen als aufwendig saniertes Baudenkmal, in dem sich das Archäologische Museum des Landkreises Cuxhaven befindet.
Anlässlich dieses Jubiläums zeigt das Museum Burg Bederkesa vom 1.7. bis 31.8.2021 in einer Sonderausstellung historische Ansichten der Burg vor der Sanierung sowie eindrucksvolle Bilder von dem Umbau.
Foto: Anhand zahlreicher Fotos macht Kreisarchäologe Dr. Andreas Hüser den anwesenden Gästen den Wiederaufbau der Burg erlebbar.
(vlnr: Erster Stadtrat Martin Döscher (Stadt Geestland), Kreistagsabgeordneter Hans-Volker Feldmann (Vorsitzender des Kulturausschusses), Landrat Kai-Uwe Bielefeld, Kreisarchäologe Dr. Andreas Hüser)
Am 1.7.1981 wurde in einer feierlichen Veranstaltung die Burg Bederkesa nach mehrjähriger, umfangreicher Sanierung dem Landkreis Cuxhaven übergeben.
Zur Historie:
In früheren Zeiten, 1881, wurde die Burg, die zuvor dem Amt Bederkesa als Verwaltungssitz diente, in Privathand verkauft. Fortan wurde sie als Hotel und Gaststätte genutzt. Ab den 1930er Jahren bis 1971 wechselte die Burg dann mehrfach den Besitzer, wurde umgebaut und verfiel im Lauf der Zeit zunehmend.
Anfang der 1970er Jahre „dämmerte“ das Bauwerk weiterhin in ruinösem Zustand vor sich hin und man suchte dringend nach einer Lösung.
Im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs in den 1960er Jahren bekam Bederkesa zunehmend Bedeutung im Fremdenverkehr und so entstand darauf basierend, die Idee, die Burg einerseits zu sanieren und unmittelbar daneben ein hochgeschossiges Kur- und Ferienzentrum mit Eigentumswohnungen zu errichten. Ein Bauprojekt, das bald jedoch die Gemüter im Ort hitzig erregte und in einem „Burgkrieg“ gipfelte. Nach langen Debatten entschloss sich schließlich der damalige Landkreis Wesermünde (Rechtsvorgänger des Landkreises Cuxhaven) zum Kauf der Burg.
Nach der Entscheidung in einem Architektenwettbewerb wurde die Burg archäologisch untersucht, aufwendig saniert und mit der Infrastruktur für ein Archäologisches Museum umgebaut.
Wer sich zu diesem Thema näher informieren möchte, dem sei der Aufsatz „Von der Ruine zum Museum. Erinnerungen und Bemerkungen zum Wiederaufbau der Burg Bederkesa“ von dem früheren Oberkreisdirektor Jürgen Prieß empfohlen (erschienen im Jahrbuch der Männer vom Morgenstern Band 81, 2002, Seite 341–360).
In der eigens von Archäologierat Dr. Andreas Hüser, Leiter des Museums Burg Bederkesa, zum Jubiläum zusammengestellten Sonderausstellung zeigt das Museum sehenswerte Exponate, die die bauliche Entwicklung des ortsprägenden Bauwerks in den 40 Jahren zeigt. Ein Teil der Fotos stammt aus dem Archiv der Archäologischen Denkmalpflege und aus der umfangreichen Dokumentation der Burggesellschaft Bederkesa e.V., die seinerzeit als bürgerschaftliche Vertretung im Burgkuratorium vertreten war. Auch Fotos aus einer Dokumentation durch den für die Sanierung verantwortlichen Architekten Dipl.-Ing. Heiner Thees werden in der Ausstellung gezeigt.
Während sich die historischen Ansichten der Burg im Eingangsbereich befinden, sind die Fotos der Sanierung, soweit möglich, in den entsprechenden heutigen Räumen zu finden.
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Foto: Zustand der Burg zu Beginn der Maßnahmen
Da im Jahr 1981 auch die Archäologische Denkmalpflege des Landkreises in der Burg untergebracht wurde, soll in der Ausstellung auch diesem Thema ein Bereich gewidmet werden. Diese Aufgabe nimmt der Landkreis bereits seit den 1960er Jahren auf kommunaler Ebene wahr. In dieser Zeit haben sich die Aufgaben der Denkmalpflege und auch die Methoden geändert. Die Ausstellung präsentiert dazu „historische“ und moderne Messgeräte und andere Exponate aus den letzten Jahrzehnten.
Die Ausstellung ist über das ganze Haus verteilt und zu den regulären Öffnungszeiten des Museums (derzeit Dienstag-Sonntag, 10-17 Uhr) zu besichtigen.