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02.11.2007

Dekorativer Ausklang der Gartenarbeit: der Totholzhaufen

Brennholzstapel – ob länglich oder rund – sind ein gewohnter Anblick im Garten
Aber auch Schwachholz, Reisig und Stubben, die beim herbstlichen Aufräumen des eigenen Gartens anfallen, lassen sich auf vergleichbare Weise dekorativ im Garten unterbringen: als Totholzhaufen.

Dabei ist die Sache ganz einfach: Genau wie Brennholz wird der letzte Gehölzschnitt des Jahres ohne Häckseln, Schreddern oder Kleinschneiden gestapelt und mit einem Gestell aus Holz oder Draht gegen Verrutschen in Form gehalten. Als sinnvolle Ergänzung erweisen sich der letzte Rasenschnitt, Laub oder Stauden. Dieser künstliche Totholzhaufen wird schon nach kurzer Zeit von Vögeln, Igel, Spitzmäusen oder Mauswiesel als Unterschlupf angenommen werden, denn die sind jetzt verstärkt auf Wohnungssuche für die harte Zeit des Winters.
Im Frühjahr hat der Gartenbesitzer dann die Wahl: Der Totholzhaufen bleibt und wird mit dem Frühjahrsschnitt weiter aufgefüllt – und wird damit für die Natur noch wertvoller. Denn nun kommen auch noch Insekten und Amphibien als Untermieter in Frage.

Oder der Totholzhaufen wird aufgelöst, und sein Inhalt im Garten verwertet: als unterste Schicht und Strukturmaterial für einen Komposthaufen. Hier sind Äste und Reisig notwendig, damit Wasser sich nicht stauen und Luft auch von unten einströmen kann. Eine andere Möglichkeit ist der Einbau in ein Hügel- oder Hochbeet. Zusammen mit einer dicken Schicht aus Herbstlaub und Rasenschnitt gibt das Holz langsam seine Nährstoffe an die Pflanzen ab und entfaltet über mehrere Jahre seine düngende Wirkung. Außerdem entwickelt der verrottende Kern des Hügel- oder Hochbeets zusätzliche Wärme - gut für die erste Wachstumsphase der Pflanzen.

Positiv an beiden Varianten ist natürlich die Verwertung im eigenen Garten. Diese Verwertung ist mit einem überschaubaren Arbeitseinsatz verbunden und spart Geld. Grünabfälle müssen nicht kostenpflichtig entsorgt werden. Dünger muss nicht zugekauft werden. Tiere und Pflanzen des Gartens gedeihen dank einer naturnahen Bewirtschaftung.
Haben Sie Fragen zur Verwertung und Kompostierung der Abfälle des eigenen Gartens? Die Abfallberatung des Landkreises antwortet gerne: Telefon (04721) 662606, Fax (04721) 662538, Email abfallberatung@landkreis-cuxhaven.de.