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20.07.2006
Einwohnerzahl des Landkreises schrumpft jetzt
Das Niedersächsische Landesamt für Statistik hat soeben die neuesten Bevölkerungszahlen für die Landkreise und Gemeinden (Stand 31.12.2005) vorgelegt.
Danach verringerte sich die Zahl der Bewohner im Landkreis im Jahr 2005 um 1.030. Auch schon 2004 war ein Verlust von 393 Einwohner aufgetreten. Um es vorweg zu nehmen, die Frage, ob es sich nun um eine Trendwende in der seit 1 œ Jahrzehnten positiven Bevölkerungsentwicklung handelt, muss zunächst noch offen bleiben. Dafür ist der Beobachtungszeitraum zu gering.
Der Landkreis hatte 2003 mit weit über 206 Tausend Einwohnern seinen bisher maximalsten Bevölkerungsstand erreicht. Selbst im Nachkriegsjahr 1950 wurden nicht so viele Einwohner gezählt, die Volkszählung 1950 ergab damals 205 Tausend Einwohner aufgrund der hohen Flüchtlings- und Vertriebenenzahlen. Aufgrund der Umsiedlung dieser Gruppen in die Arbeitsplatzzentren vornehmlich nach Nordrhein-Westfalen verringerte sich diese Zahl in den folgenden Jahren sehr schnell wieder.
Seit dem Fall der Mauer verlief die Entwicklung Jahr für Jahr rasant nach oben: z.B. in 1990 um + 2.202 auf 192.014 Einwohner und 2001 z. B. um + 1.349 Einwohner. 2002 und 2003 waren die Gewinne dann allerdings schon bescheidener mit + 112 bzw. + 241.
Das Wachstum der Bevölkerung resultierte übrigens ausschl. aus Wanderungsgewinnen (Zuzüge abzüglich Fortzüge), die Zahl der Verstorbenen war in jedem Jahr höher als die Geburtenzahl.
Wie sah die Entwicklung in den letzten zwei Jahren bei den Gemeinden aus? Absolut gesehen hatte die Stadt Cuxhaven mit 783 Einwohnern die größten Verluste gefolgt von der Gemeinde Loxstedt mit 287 Einwohnern. Bis auf die Samtgemeinden Hagen (+ 111 Einwohner), Hadeln (+ 50 Einwohner), Börde Lamstedt (+ 25 Einwohner) und Gemeinde Nordholz (+ 7 Einwohner) hatten die übrigen Gemeinden und Samtgemeinden ebenfalls Verluste, die in Cuxhaven und Loxstedt sowie den Samtgemeinden Sietland, Bederkesa, Beverstedt und Hemmoor über dem Landkreisdurchschnitt lagen. Die Stadt Cuxhaven hatte übrigens bereits seit 1992 kontinuierlich Einwohnerverluste (von 56.360 auf 52.095 am 31.12.2005).
Die jüngsten Bevölkerungsprognosen des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik sagen bis 2020 relativ geringfügig abnehmende Bevölkerungszahlen (bei sich stark verschlechternder Altersstruktur) voraus auf rd. 202 Tausend. Diese Zahl würde jedoch unter Zugrundelegung der durchschnittlichen Verluste der letzten zwei Jahre (rd. 700 Einwohner) bereits 2010 erreicht werden. Es fragt sich nun, ob diese Prognose noch aktuell ist. Jedenfalls muss in allen kommunalpolitischen Handlungsfeldern nun noch vorsichtiger agiert werden.
Der Landkreis hatte 2003 mit weit über 206 Tausend Einwohnern seinen bisher maximalsten Bevölkerungsstand erreicht. Selbst im Nachkriegsjahr 1950 wurden nicht so viele Einwohner gezählt, die Volkszählung 1950 ergab damals 205 Tausend Einwohner aufgrund der hohen Flüchtlings- und Vertriebenenzahlen. Aufgrund der Umsiedlung dieser Gruppen in die Arbeitsplatzzentren vornehmlich nach Nordrhein-Westfalen verringerte sich diese Zahl in den folgenden Jahren sehr schnell wieder.
Seit dem Fall der Mauer verlief die Entwicklung Jahr für Jahr rasant nach oben: z.B. in 1990 um + 2.202 auf 192.014 Einwohner und 2001 z. B. um + 1.349 Einwohner. 2002 und 2003 waren die Gewinne dann allerdings schon bescheidener mit + 112 bzw. + 241.
Das Wachstum der Bevölkerung resultierte übrigens ausschl. aus Wanderungsgewinnen (Zuzüge abzüglich Fortzüge), die Zahl der Verstorbenen war in jedem Jahr höher als die Geburtenzahl.
Wie sah die Entwicklung in den letzten zwei Jahren bei den Gemeinden aus? Absolut gesehen hatte die Stadt Cuxhaven mit 783 Einwohnern die größten Verluste gefolgt von der Gemeinde Loxstedt mit 287 Einwohnern. Bis auf die Samtgemeinden Hagen (+ 111 Einwohner), Hadeln (+ 50 Einwohner), Börde Lamstedt (+ 25 Einwohner) und Gemeinde Nordholz (+ 7 Einwohner) hatten die übrigen Gemeinden und Samtgemeinden ebenfalls Verluste, die in Cuxhaven und Loxstedt sowie den Samtgemeinden Sietland, Bederkesa, Beverstedt und Hemmoor über dem Landkreisdurchschnitt lagen. Die Stadt Cuxhaven hatte übrigens bereits seit 1992 kontinuierlich Einwohnerverluste (von 56.360 auf 52.095 am 31.12.2005).
Die jüngsten Bevölkerungsprognosen des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik sagen bis 2020 relativ geringfügig abnehmende Bevölkerungszahlen (bei sich stark verschlechternder Altersstruktur) voraus auf rd. 202 Tausend. Diese Zahl würde jedoch unter Zugrundelegung der durchschnittlichen Verluste der letzten zwei Jahre (rd. 700 Einwohner) bereits 2010 erreicht werden. Es fragt sich nun, ob diese Prognose noch aktuell ist. Jedenfalls muss in allen kommunalpolitischen Handlungsfeldern nun noch vorsichtiger agiert werden.
Autor/in: Susanne Matz
Quelle: Foto: www.pixelquelle.de
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