Seiteninhalt

Pressearchiv

19.01.2006

- um zwei Uhr klingelt der Wecker

Der Winterdienst auf den Straßen im Landkreis Cuxhaven stellt alljährlich für die Mitarbeiter der Straßenmeistereien eine besondere Herausforderung dar.

Gerade zum Jahreswechsel hat die Natur wieder gezeigt, dass sie unberechenbar ist. Während über die Weihnachtsfeiertage Schmuddelwetter mit Regen und Temperaturen von über Null Grad vorherrschten, bescherte ein Tiefausläufer zwischen den Feiertagen stellenweise erheblichen Schneefall. Dank der ständigen Bereitschaft des Winterdienstpersonals, der zweckmäßigen Ausrüstung und der Umsicht der Verkehrsteilnehmer konnten größere Behinderungen und Unfälle im Straßenverkehr vermieden werden.

Der Landkreis Cuxhaven hat 410 km Kreisstraßen und 95 km Radwege in eigener Baulast, die durch die beiden Straßenmeistereien in Dorum und Hemmoor mit den Stützpunkten in Wittstedt und Neuenkirchen betreut werden.

Die Organisation des Winterdienstes beginnt in den Straßenmeistereien bereits im August/September eines jeden Jahres. So werden die Einsatzpläne für das Personal überarbeitet und den aufgetretenen Veränderungen angepasst. Jeder Mitarbeiter wird dadurch frühzeitig unterrichtet und weiß dann, an welchen Tagen er in der Zeit vom 01. Oktober bis zum 31. März des folgenden Jahres für den Winterdienst bereit sein muss. Die Räum- und Streupläne, in denen die Reihenfolge der zu streuenden Strecken vorgegeben ist, werden überprüft und gegebenenfalls geändert. Auch die Ausrüstung der Fahrzeuge wird aufgebaut und auf einwandfreie Funktion überprüft. Und letztendlich werden die Streusalzlager gefüllt, damit zu Beginn des Winterdienstes ausreichend Streugut zu Verfügung steht.

In der Straßenmeisterei Dorum mit Stützpunkt in Wittstedt werden drei eigene Streuräumfahrzeuge, ein Unternehmerfahrzeug und zwei Radwegunterhaltungsgeräte eingesetzt. In der Straßenmeisterei Hemmoor stehen drei eigene Streuräumfahrzeuge und ein Radwegunterhaltungsgerät zur Verfügung. Mit diesen Fahrzeugen und dem entsprechendem Personal ist eine Verfügbarkeit für zwei Arbeitsschichten pro Tag gewährleistet. Bei starkem Schneefall werden obendrein noch vertraglich gebundene Unternehmer zur Räumung des Schnees eingesetzt.

Straßenwärter, die als Melder im Winterdienst eingeteilt sind, stehen bei entsprechender Wettervorhersage nachts um zwei Uhr auf und kontrollieren den Straßenzustand in Bereichen, von denen bekannt ist, dass dort eine Straßenglätte besonders frühzeitig auftritt. Ist eine Glätte nicht vorzufinden, aber anhand der Wetterlage eine später auftretende Glättebildung nicht auszuschließen, wird um vier Uhr erneut der Straßenzustand überprüft. Bei vorhandener Straßenglätte werden die Besatzungen der Streufahrzeuge per Telefon zum Einsatz gerufen, so dass die Fahrzeuge in der Regel um ca. drei Uhr nachts beladen werden und zum Einsatz ausrücken. Der Zeitbedarf für das Abstreuen der zugeteilten Straßen dauert bei normaler Reifglätte 3,5 bis 4 Stunden, so dass zurzeit des einsetzenden Berufsverkehrs die Strecken abgestreut sind. Wenn aber Eisbildung oder Schneeglätte vorhanden ist und mehr Streumittel eingesetzt werden müssen, ist eine zwischenzeitliche Rückkehr zum Bauhof zur Nachladung unumgänglich. Dann dauert der Einsatz entsprechend länger und kann nicht so rechtzeitig abgeschlossen werden, wie der Verkehrsteilnehmer es sich wünscht.

Auch die Radwege werden frühzeitig von Schnee und Glätte befreit, damit die Fußgänger und Radfahrer – im Winter insbesondere die Schüler – nicht auf die Fahrbahnen der Kreisstraßen ausweichen und dadurch den Verkehr und sich selbst gefährden. Der Winterdienst für diese Saison begann mit dem ersten Einsatz am 26.11.2005. Bis zum Jahreswechsel sind die Mitarbeiter des Landkreises bereits 13mal zum Einsatz ausgerückt, wobei ca. 720 Tonnen Streusalz verbraucht wurden. Durch den Einsatz moderner Streugeräte kann das Streumittel in Mengen von 10 bis 40 Gramm je m² entsprechend den Erfordernissen genau dosiert werden. Damit ist gewährleistet, dass die Umwelt nicht unnötigerweise beeinträchtigt wird. Die Einsätze werden je nach Straßenzustand überwiegend nach dem Prinzip des Einmann-Winterdienstes durchgeführt, um auch hier Kosten zu sparen.

Autor/in: PresseInformationsDienst des Landkreises Cuxhaven