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28.05.2015

Arbeitskreis Sexueller Missbrauch mit eigener Internetpräsentation auf www.landkreis-cuxhaven.de

Der Arbeitskreis Sexueller Missbrauch des Jugendamtes des Landkreises Cuxhaven existiert bereits seit über 20 Jahren.

Der Arbeitskreis Sexueller Missbrauch hat eine eigene Internetpräsentation seiner Arbeit erstellt, die für Interessierte über die Internetplattform des Landkreises Cuxhaven Informationen zum Thema und über die Arbeit des Arbeitskreises bereitstellt.

Er ist ein Zusammenschluss mehrerer Institutionen und befasst sich mit der Verbesserung von Hilfsangeboten und von Interventionsmöglichkeiten bei sexuellem Missbrauch oder bei entsprechendem Verdacht. Ziele und Themen des Arbeitskreises sind die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch, die Information für Fachkräfte und Betroffene, Prävention sexueller Gewalt, die Planung von Fachtagen und Fortbildungen zum Thema, die Herausgabe von Handreichungen/ Empfehlungen und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Federführend leitet die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern des Landkreises Cuxhaven den Arbeitskreis. Als weitere Institutionen sind vertreten:

  • der Allgemeine Soziale Dienst des Jugendamtes des Landkreis Cuxhaven, die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern des Paritätischen,
  • der Deutsche Kinderschutzbund Stadt und Landkreis Cuxhaven e.V.
  • die Fachberatung kommunaler Kindertagesstätten Landkreis Cuxhaven,
  • die Frauen- und Mädchenberatungsstelle des Paritätischen,
  • die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Cuxhaven,
  • der Jugendschutz des Jugendamtes Cuxhaven,
  • die Jugendhilfestation des Paritätischen Bederkesa/ Schiffdorf,
  • das Opferhilfebüro Stade,
  • die Polizeiinspektion Cuxhaven,
  • die pro familia Cuxhaven,
  • der Schulpsychologische Dienst der Landesschulbehörde,
  • eine Fachanwältin
  • und der Weiße Ring.

Sexueller Missbrauch ist trotz der Entwicklung in den letzten Jahren in vielen Bereichen nach wie vor ein Tabuthema. In den 80er Jahren begann eine Aufklärung, da sich Betroffene zu Wort meldeten. Es wurden Präventionsprojekte ins Leben gerufen und spezielle Beratungsstellen gegründet. Dennoch ist die Dunkelziffer noch immer sehr hoch. In Studien schwankt die Zahl der Betroffenen zwischen 2 – 12 %, je nachdem ob Männer oder Frauen befragt wurden.

Sexuelle Gewalt findet vor allem in der Familie und im Bekanntenkreis statt, aber auch im außerfamiliären Umfeld (etwa in der Schule oder im Freizeitbereich). Abgesehen von den Fällen des Exhibitionismus und seltenen spektakulären Gewalttaten sind die Kinder überwiegend mit dem Täter bekannt oder sogar verwandt.

Betroffen von sexueller Gewalt sind Kinder aller sozialer Schichten und aller Altersgruppen, auch Kleinkinder und Säuglinge. Für sie gehört in entsprechenden Fällen sexueller Missbrauch zum Lebensalltag.

Schutz vor sexuellem Missbrauch bieten nach wie vor Aufklärung und Stärkung der sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindern. Die Fähigkeit, nein zu sagen, sich selbst behaupten zu können und nicht zuletzt auch eine kindgerechte Sexualaufklärung tragen dazu bei, Missbrauch zu verhindern. Eltern und Bezugspersonen sollten sich Zeit nehmen, um auf die Gefühle und Gedanken von Kindern altersangemessen eingehen zu können.

Der Arbeitskreis „Sexueller Missbrauch“ ist auch im Internet vertreten, unter „www.landkreis-cuxhaven.de/ Themenbereich Kinder, Jugendliche und Familien/Arbeitskreis Sexueller Missbrauch“. Hier sind eine Checkliste sowie Adressen und Portale, die bei Bedarf weiterhelfen können, zu finden.

Kontaktadresse für Nachfragen:
Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern des Landkreises Cuxhaven
Deichstraße 29a, 27568 Bremerhaven
Telefon 0471 9589740
E-Mail: beratungsstelle(at)landkreis-cuxhaven.de.
Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven