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09.08.2022

Geflügelpest: Erneuter Ausbruch führt zur erweiterten Aufstallungspflicht und Ausweitung der Sperrzone

Innerhalb der Sperrzone, die nach einem Geflügelpestausbruch in der Gemeinde Beverstedt ausgewiesen wurde, wurde erneut ein Ausbruch dieser hochansteckenden Tierseuche bestätigt. Dies führt dazu, dass ab morgen für alle Geflügelhalterinnen und -halter in beiden Restriktionszonen strenge Auflagen gelten.

Nachdem positive Laborbefunde des Lebensmittel- und Veterinärinstitutes (LVI) Oldenburg diesen Verdacht bereits sehr nahe gelegt haben, hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) den Ausbruch der Geflügelpest in einer weiteren Geflügelhaltung offiziell bestätigt. Betroffen ist ein Bestand, der in der am 22. Juli ausgewiesenen Sperrzone liegt. Das Veterinäramt hat dort bereits die Tötung des gesamten Bestandes und alle weiteren nach dem Tierseuchenrecht notwendigen Maßnahmen veranlasst. Die beiden bereits vorhandenen abgestuften Restriktionszonen werden entsprechend angepasst. Außerdem gelten ab dem morgigen Mittwoch (10. August 2022) strenge Auflagen für Geflügelhaltung und –transport - in einem erweiterten Umfang als bisher.

Die Sperrzone beinhaltet eine Schutzzone mit einem Radius von mindestens drei Kilometern um beide Ausbruchsbetriebe, sowie eine Überwachungszone mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern. Für die etwa 150 Betriebe in der Schutzzone gilt eine strenge Aufstallungs- und Abschirmungspflicht für Geflügel. Für rund 500 Geflügelhaltungen, die sich in der festgelegten Überwachungszone befinden, gilt nach dem erneuten Nachweis des Virus nun ebenfalls die Aufstallungs- und Abschirmungspflicht.

Alle Betriebe unterliegen der amtlichen Beobachtung. Vögel, Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier, Futtermittel sowie sonstige Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte, die von Geflügel und Federwild stammen, dürfen die Betriebe nicht ohne Genehmigung des Veterinäramtes verlassen. In der Schutzzone ist auch die Beförderung von Geflügel oder Eiern auf Straßen oder Wegen weitestgehend untersagt. Geflügelhalterinnen und -halter sind gehalten, niemandem Zutritt zu ihren Beständen zu gewähren und besonders umfangreiche Hygienemaßnahmen einzuhalten, denn die von Fachleuten als aviäre lnfluenza bezeichnete Viruserkrankung ist für Haus- und Wildgeflügel hochansteckend.

Ob sich ihre Geflügelhaltung in der erweiterten Sperrzone (Schutz- oder Überwachungszone) befindet, können Tierhalterinnen und Tierhalter anhand der Allgemeinverfügung und einer dazugehörigen Karte erkennen. Sie ist auf der Homepage des Landkreises veröffentlicht:https://www.landkreis-cuxhaven.de/Themenbereiche/Lebensmittel-Tiere/. Sämtliche relevanten Verhaltensweisen sind in dieser Verfügung tabellarisch aufgelistet.

Unabhängig davon gilt für alle Geflügelhalterinnen und - halter im Landkreis Cuxhaven: Um weitere Einträge der Tierseuche in Hausgeflügelbestände zu verhindern, sollten auch jetzt im Sommer die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen unbedingt eingehalten werden. Zu einem umsichtigen Verhalten gehört auch, Wildvögel, die geschwächt oder mit Anzeichen einer Erkrankung aufgefunden werden, nicht zu berühren, mitzunehmen oder zu versorgen. Da das Vogelgrippevirus derzeit vermehrt im Wildvogelbestand auftritt, ist die Gefahr, das Virus durch ein solches Verhalten auf den eigenen oder einen anderen Bestand zu übertragen, sehr groß.

Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung Nr 3/2022

Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven