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22.09.2016

Probleme mit Heizöllagerbehälter vermeiden - Landkreis warnt vor aufwendigen Umweltschäden

Wieder einmal ist es im August 2016 zu einem größeren Schaden mit einem Heizöltank gekommen.

Durch einen durchgerosteten oberirdischen Heizöltank sind ca. 1.000 l Heizöl ausgetreten. Da der Auffangraum undicht war, ist eine größere Menge Heizöl ins Erdreich gelangt und muss nun aufwendig saniert werden. Bei diesem Unfall handelt es sich auch nicht um einen Einzelfall.
Der Landkreis Cuxhaven wird jährlich bei ca. 5 bis 10 Heizölschäden hinzu gerufen. Nach einer Sachverständigenprüfung der Tankanlage und anschließender Mängelbeseitigung durch den Betreiber ist häufig auch eine Bodensanierung erforderlich.

Die Fehlerquellen, die zu unkontrolliertem Austritt von Heizöl führen, reichen hierbei von defekten Grenzwertgebern, nicht entfernten Befüllstutzen, undichten Rohranschlüssen bis zu fehlerhaften Rücklaufleitungen.
Die Reinigungsarbeiten im Gebäude sind aufwendig und zeitintensiv. Wird neben dem Gebäude auch Boden oder Grundwasser verunreinigt, sind aufwendige Sanierungen erforderlich, die dann schnell bei über 10.000 € liegen können.

Während wiederkehrend prüfpflichtige Heizöllageranlagen (Erdtanks, oberirdische Lagertanks in Wasserschutzgebiete) alle fünf bzw. zweieinhalb Jahre von einem Sachverständigen geprüft werden müssen, vernachlässigen viele Hauseigentümer von nicht wiederkehrend prüfpflichtigen Anlage ihrer Verpflichtung zur Eigenüberwachung.
Im Landkreis Cuxhaven gibt es ca. 22.000 Heizöllageranlagen, die noch nie von einem Sachverständigen überprüft worden sind. Viele dieser Lageranlagen sind 20 Jahre und älter und häufig mit technischen Mängeln behaftet.

Der Landkreis Cuxhaven empfiehlt daher Heizöllageranlagen, die nicht der wiederkehrenden Überprüfung unterliegt, spätestens alle 10 Jahre durch einen Sachverständigen überprüfen zu lassen.

Die Kosten der Überprüfung liegen bei ca. 120 € bis 150 €. Durch die Prüfungen können Mängel erkannt und behoben werden. Hierdurch lassen sich Schäden durch Heilölaustritte und damit verbundene kostenintensive Sanierungen vermeiden.


Auf der Internetseite des Landkreises Cuxhaven
www.landkreis-cuxhaven.de

 
• Bauen und Umwelt
o Wasser
 Wassergefährdende Stoffe

gibt es eine Reihe von Informationen zu dieser Thematik. Im Internet ist auch eine Liste der amtlich zugelassenen Sachverständigen hinterlegt.

Weitere Auskünfte erteilen:
Frau Andersen (04721 / 66-2657) oder
Frau Kaufmann (04721 / 66-2527)

Tritt dennoch ein Betankungsunfall ein, sollte sofort die Rettungsleitstelle des Landkreises Cuxhaven unter Telefon 112 informiert werden, denn je schneller Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet werden, desto geringer werden die Sanierungsmaßnahmen und damit auch die Kosten.

Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven