Seiteninhalt

Was erledige ich wo?

A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z

Kriegsopferfürsorge

Zusatzinformation

Kriegsopferfürsorge

Allgemeines

Die Kriegsopferfürsorge wird im Hinblick auf die größte Gruppe der Leistungsberechtigten so genannt, umfasst aber alle Fürsorgeleistungen im sozialen Entschädigungsrecht. Sie ist in den §§ 25 bis 27 j Bundesversorgungsgesetz geregelt und dient der Ergänzung der übrigen Leistungen des Bundesversorgungsgesetzes durch besondere Hilfen im Einzelfall. Deshalb ist eine Voraussetzung für die Leistungsgewährung die Anerkennung eines Versorgungsanspruchs durch den Träger der Kriegsopferversorgung.

Aufgaben und Umfang der Kriegsopferfürsorge

Die Kriegsopferfürsorge hat die Aufgabe, sich der Beschädigten und ihrer Familienangehörigen sowie der Hinterbliebenen in allen Lebenslagen anzunehmen, um die Folgen der Schädigung oder des Verlustes des Ehegatten, Elternteils, Kindes oder Enkelkindes angemessen auszugleichen oder zu mildern. Leistungen werden gewährt, soweit der Anspruchsberechtigte nicht in der Lage ist, seinen Bedarf aus dem vorhandenen Einkommen und Vermögen zu decken.

Neben Opfern des Krieges erhalten folgende Personen und ihre leistungsberechtigten Hinterbliebenen Leistungen der Kriegsopferfürsorge in entsprechender Anwendung des Bundesversorgungsgesetzes:

  • Soldaten, die eine Wehrdienstbeschädigung erlitten haben, nach den Vorschriften des Soldatenversorgungsgesetzes,
  • Zivildienstleistende, die eine Schädigung erlitten haben, nach den Vorschriften des Zivildienstgesetzes,
  • Opfer von Gewalttaten nach den Vorschriften des Opferentschädigungsgesetzes,
  • Impfgeschädigte, bei denen die Voraussetzungen nach dem Infektionsschutzgesetz vorliegen,
  • Politische Häftlinge in der ehemaligen DDR und in den ehemaligen deutschen Ostgebieten, die infolge der Inhaftierung eine gesundheitliche Schädigung erlitten haben, nach den Vorschriften des strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes,
  • Opfer einer hoheitlichen Maßnahme einer deutschen behördlichen Stelle in der ehemaligen DDR, die auf Grund einer Verwaltungsentscheidung gesundheitliche Schädigung erlitten haben, nach den Vorschriften des Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes.

Leistungen der Kriegsopferfürsorge dienen der Deckung eines aktuell bestehenden Bedarfs. Sie werden grundsätzlich auf Antrag gewährt und sind, soweit der Bedarf nicht ausschließlich schädigungsbedingt ist, vom Einsatz von Einkommen und Vermögen abhängig.


Leistungsarten

  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben,
  • Krankenhilfe,
  • Hilfe zur Pflege,
  • Hilfe zur Weiterführung des Haushalts,
  • Altenhilfe,
  • Erziehungsbeihilfe,
  • Ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt,
  • Erholungshilfe,
  • Wohnungshilfe,
  • Hilfe in besonderen Lebenslagen.

Leistungen der Kriegsopferfürsorge gibt es in der Form von persönlichen Hilfen, Sach- und Geldleistungen. Die Kriegsopferfürsorge wird grundsätzlich von den Fürsorge- und Hauptfürsorgestellen durchgeführt. Sofern Sie Ihren Wohnsitz im Landkreis Cuxhaven haben, ist die Fürsorgestelle beim Landkreis Cuxhaven die für Sie zuständige Behörde.


Antragstellung

Leistungen der Kriegsopferfürsorge werden nur auf Antrag gewährt. Laufende Leistungen können erst ab dem Ersten des Antragsmonats beginnen. Einmalige Leistungen sind rechtzeitig vor dem Beginn einer Maßnahme (z.B. Kuraufenthalt) bzw. vor dem Kauf von Gegenständen (z.B. PKW) zu beantragen. Auf Grund der spezifischen Antragsunterlagen für die verschiedenen Leistungsarten ist es zweckmäßig, sich vorab mit dem Ansprechpartner persönlich, telefonisch oder per e-mail in Verbindung zu setzen, damit Ihnen die erforderlichen Unterlagen ausgehändigt oder übersandt werden können.

Gesetzestext und Informationen

Ausführliche Informationen zum Sozialen Entschädigungsrecht (z.B. Kriegsopferfürsorge) erhalten Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Hier finden Sie auch eine Übersicht über Gesetze zur sozialen Sicherheit z.B. Bundesversorgungsgesetz: www.bmas.bund.de. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Internetseiten des Nds. Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie www.soziales.niedersachsen.de.


Wichtige Infos erhalten Sie auch in den Broschüren „Kriegsopferfürsorge“ und „Hilfe für Opfer von Gewalttaten“ (Hrsg. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 11018 Berlin, www.bmas.bund.de, e-mail: info@bmas.bund.de)

Haben Sie weitere Fragen? Die Ansprechpartner/innen der Fürsorgestelle des Landkreises Cuxhaven, stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Zuständige Behörde
 

 

Vincent-Lübeck-Straße 2
27474 Cuxhaven
Karte anzeigen
Telefon: 04721 66-2290
Fax: 04721 66-270314
E-Mail: i.schlichting(at)landkreis-cuxhaven.de
Raum: 176
Nachricht schreiben
Adresse exportieren

Leistungsbeschreibung

Die Kriegsopferfürsorge ist Teil des sozialen Entschädigungsrechts. Sie wird im Hinblick auf die größte Gruppe der Leistungsberechtigten so genannt, umfasst aber alle Fürsorgeleistungen im sozialen Entschädigungsrecht. Die Kriegsopferfürsorge hat die Aufgabe, sich der Beschädigten und ihrer Familienangehörigen sowie der Hinterbliebenen in allen Lebenslagen anzunehmen, um die Folgen der Schädigung oder des Verlustes des Ehegatten, Elternteils, Kindes oder Enkelkindes angemessen auszugleichen oder zu mildern.

An wen muss ich mich wenden?

Anträge auf Leistungen im Rahmen der Kriegsopferfürsorge sind bei den Fürsorgestellen der Städte und Landkreise zu stellen.

Was sollte ich noch wissen?

Genauere Angaben über Leistungsvoraussetzungen und Leistungen der Kriegsopferfürsorge finden sich in der Broschüre "Kriegsopferfürsorge", welche vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales herausgegeben wird.

Rechtsgrundlage