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13.12.2019

Im Landkreis Cuxhaven sind wieder vermehrt Noroviren im Umlauf. Händewaschen hilft, eine Ansteckung zu vermeiden

Mit Beginn der kalten Jahreszeit nehmen auch im Landkreis Cuxhaven die Norovirus-Infektionen wieder zu.

Das Gesundheitsamt des Landkreises erhält in den letzten Wochen gehäuft Meldungen von Magen-Darm-Erkrankungen, oft verursacht durch diese hochansteckenden Viren. Vor allem in Kindertagestätten gibt es zurzeit viele Fälle. Wenn auch das Personal betroffen ist, kann es daher zu kurzzeitigen Schließungen beziehungsweise der Einrichtung von Notgruppen kommen.

Diese Erreger sind hochansteckend und es kann schnell zu Ausbrüchen kommen - vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, in Pflegeheimen und auch in Krankenhäusern.
Die Betroffenen müssen sich abrupt und heftig erbrechen, zusätzlich bekommen sie häufig starken Durchfall. Schnell klagen sie über Bauchschmerzen und Übelkeit, sie fühlen sich kraftlos und matt. Selten tritt auch Fieber auf.
Noroviren werden meist durch direkten Kontakt mit Erkrankten übertragen, manchmal auch indirekt über Oberflächen wie Türgriffe und Waschbecken, die ein Erkrankter berührt hat. Über die Hände gelangen die Erreger leicht in den Mund. Der wichtigste Schutz vor einer Infektion besteht daher in häufigem, sorgfältigem Händewaschen mit Seife.

Allerdings sind Noroviren sehr ansteckend, schon wenige Viruspartikel reichen aus, um sich zu infizieren. Auch hoch ansteckend sind die Tröpfchen, die beim Erbrechen in die Luft gelangen und von gesunden Personen eingeatmet werden können. Einen hundertprozentigen Schutz vor Erkrankung kann es daher nicht geben und auch eine vorbeugende Impfung ist nicht erhältlich.
Erkrankte sollten den Kontakt zu anderen Menschen weitestgehend meiden. Wenn möglich sollten sie separate Toiletten, auf jeden Fall aber separate Handtücher und Hygieneartikel verwenden. Bettwäsche, Handtücher und Kleidung sind infektiös und müssen bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Toilette, Waschbecken, Türgriffe und Böden sollten regelmäßig mit Einwegtüchern gereinigt werden. Eine Reinigung mit Wasser und gängigen Reinigungsmitteln ist meist ausreichend; die Nutzung von speziellen Desinfektionsmitteln könne sinnvoll sein, sofern der Arzt dies empfiehlt.

Antibiotika helfen bei Noroviren nicht, die Symptome der Erkrankung können aber medikamentös gelindert werden. Generell sollten Erkrankte viel trinken – Wasser, Kräuter-/Früchtetees oder auch Säfte. Bei starkem Brechdurchfall werden dem Körper Wasser und Elektrolyte entzogen, daher sind auch Elektrolytlösungen aus der Apotheke gut geeignet.
Meist klingen die Symptome innerhalb weniger Tage von selbst ab. Kleine Kinder und ältere Menschen haben allerdings ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe. Wenn sich der Allgemeinzustand eines Patienten deutlich verschlechtert sollte in jedem Fall medizinische Hilfe gesucht werden.
Betroffene sollten zumindest 48 Stunden nach Abklingen der Symptome noch zu Hause bleiben. Kinder unter 6 Jahre mit ansteckendem Erbrechen oder Durchfall, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen. Dieses gilt auch für Betroffene, die beruflich mit Lebensmitteln arbeiten. Auch nach Abklingen der Symptome scheiden Erkrankte weiterhin Viruspartikel aus, wichtig ist daher, die oben genannten Hygienemaßnahmen noch für 14 Tage weiter zu befolgen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.infektionsschutz.de und auch Ihr Gesundheitsamt berät Sie gerne unter der Telefonnummer 04721 66-2600.

Autor/in: PresseInformationsDienst des Landkreises Cuxhaven