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06.03.2020

Zweiter bestätigter Corona Fall im Landkreis Cuxhaven

Fall:

Im Landkreis Cuxhaven gibt es einen zweiten bestätigten Fall von COVID-19. Es handelt sich um einen 64-jährigen Mann der Kontakt zu einem ebenfalls inzwischen bestätigten Fall hatte. Die Ansteckung fand in Baden Württemberg statt.

Der Mann befindet sich seit einer Woche in häuslicher Quarantäne in Cuxhaven, er entwickelte eine milde Symptomatik und wurde daraufhin durch das Gesundheitsamt auf Coronavirus getestet. Eine stationäre Behandlung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig. Zwei weitere Kontaktpersonen befinden sich im selben Haushalt in häuslicher Isolation. Ermittlungen des Gesundheitsamtes ergaben keine weiteren Kontakte mit Personen im Landkreis Cuxhaven.

Der Landkreis und das Gesundheitsamt sind gut vorbereitet. Fallisolation und Kontaktpersonenmanagement gehören zu den Routineaufgaben des Infektionsschutzteams im Gesundheitsamt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können bei der Bewältigung der derzeitigen Aufgabe auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Isolation und Quarantäne

Dass Erkrankte isoliert werden, um andere nicht anstecken zu können, ist einleuchtend. Bei Personen, die isoliert werden, weil sie Kontakt zu einem Corona Erkrankten hatten, spricht man von Quarantäne.
Diese Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt ermittelt und ihr Gesundheitszustand wird für die Zeit, die zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen (14 Tage) liegen kann, meist in häuslicher Quarantäne, beobachtet. In dieser Zeit kontaktiert das Gesundheitsamt die Betroffenen täglich, um rasch zu handeln, falls Krankheitszeichen auftreten sollten. Für jede Kontaktpersonen legt das Gesundheitsamt die konkrete Art der Quarantäne Bedingungen fest, diese können also für jede Kontaktperson anderes aussehen.

Hygieneregeln für Corona für Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Cuxhaven

Zum Schutz vor dem Coronavirus gelten dieselben Hygiene-Regeln, die auch bei anderen infektiösen Atemwegserkrankungen wie zum Beispiel der Grippe empfohlen werden.

  • Hände waschen: Waschen Sie regelmäßig und gründlich Ihre Hände.
  • Abstand halten: Halten Sie mindestens einen Meter Abstand zu anderen Personen.
  • Richtig husten und niesen: Drehen Sie sich, wenn Sie husten oder niesen müssen, von anderen Menschen weg und nutzen Sie ein Taschentuch, das Sie danach sofort entsorgen können. Falls Sie kein Taschentuch griffbereit haben, halten Sie Ihre Armbeuge vor Mund und Nase, um andere zu schützen. Waschen sich nach dem Husten, Niesen oder Naseputzen möglichst Ihre Hände.

Diese Hygieneregeln klingen vielleicht simpel, sie sind aber erwiesener Maßen ein effektives Mittel, um Ansteckung zu verhindern!

Coronavirus Erkrankung

Bei 80% der Betroffenen verläuft die Erkrankung mild, man kann sich das wie eine normale Erkältung vorstellen.
Ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben nach den bisherigen Erkenntnissen Menschen über 60 Jahre und Menschen mit Grunderkrankungen. Dieses ist sehr ähnlich der Grippeerkrankung.
Im Gegensatz zur Grippe scheinen jedoch Kindern nicht so stark betroffen zu sein. Bei Kindern scheint die Corona Erkrankung vergleichsweise selten aufzutreten und dann mild zu verlaufen.

Risikogruppen

RKI Risikobewertung vom 03.03.2020 sagt: Mit weiteren Fällen, Infektionsketten und Ausbrüchen muss in Deutschland gerechnet werden. Das bedeutet, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass es auch im Landkreis Cuxhaven zu mehr Fällen kommen wird.
Ein ganz wichtiger Punkt ist dann der Schutz der Menschen, die den o.g. Risikogruppen für schwere Krankheitsverläufe angehören.
Das Gesundheitsamt Cuxhaven zusammen mit der Steuergruppe des Hygienenetzwerkes Landkreis Cuxhaven hat sich den bestmöglichen Schutz dieser vulnerablen Gruppen zum Ziel gesetzt. Information an Alten- und Pflegeheime mit Hinweisen, wie Ansteckung bei Bewohnerinnen und Bewohnern und Personal zu verhindern ist, hat das Gesundheitsamt bereits an die Einrichtungen verteilt. Wir laden die Einrichtungen ein, sich telefonisch direkt an uns zu wenden, um die für die jeweilige Einrichtung sinnvollen Schutzmaßnahmen zu bestimmen. Auch Bürgerinnen und Bürger, die einer Risikogruppe angehören, können sich zur Beratung an uns wenden.

Informationsquellen:

Bürgerinnen und Bürger mit allgemeinen Fragen zum Coronavirus:

Informationshotline des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA):
Telefon 0511 4505555
(Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr)

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon)
Telefon 030 346 465 100
(Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr)

Informationen zum neuartigen Coronavirus für Niedersachsen finden Sie unter:
https://www.niedersachsen.de/Coronavirus

Fragen und Antworten für Bürgerinnen und Bürger finden Sie auch auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA):
https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Fragen von Bürgerinnen und Bürgern an das Kreisgesundheitsamt:
Telefon 04721 66-2108

Fragen und Antworten für die Fachöffentlichkeit, speziell auch für Ärztinnen und Ärzte/medizinisches Personal stellt das Robert Koch-Institut (RKI) zur Verfügung:
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

Dokumente für die Fachöffentlichkeit (Handlungsempfehlungen, Falldefinitionen):
www.rki.de/covid-19

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums (BMG):
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html


Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven