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Belehrung und Bescheinigung für Personal im Lebensmittelbereich nach § 43 IfSG

(früher: "Gesundheitszeugnis")

Wer im Lebensmittelbereich arbeiten will, muss vorher, d.h. vor erstmaliger Aufnahme einer solchen Tätigkeit, durch das Gesundheitsamt belehrt werden. Über diese Belehrung wird eine Bescheinigung ausgestellt. Diese muss beim Arbeitgeber abgegeben werden. Die gesetzliche Grundlage ist § 43 Absatz 1 Nr. 1 des Infektionsschutzgesetzes - IfSG -. (Das Gesetz trat am 01.01.2001 in Kraft.)

Formulare zu § 43 IfSG zum Download finden Sie hier.

Wann findet die Belehrung statt?

Die Belehrung wird ausschließlich in Gruppen zu festgelegten Terminen angeboten.
Einzelheiten zu den Terminen müssen telefonisch erfragt werden.

Muss ich mich anmelden?

Ja, denn es gibt nur für eine begrenzte Anzahl von Personen Platz.


Bitte beachten Sie, dass die Erstbelehrung bei Aufnahme der Tätigkeit nicht älter als 3 Monate sein darf.

Ihre Personalien müssen schon im Rahmen der Anmeldung vollständig vorliegen, um am Tag der Belehrung Wartezeiten und Verzögerungen für alle Beteiligten zu vermeiden. Bitte halten Sie also bei der Anmeldung folgende Angaben bereit:

  • Name, Vorname
  • wenn abweichend: Geburtsname
  • Geburtsdatum
  • vollständige Adresse
  • Telefonnummer

Achtung: Bitte beachten Sie, dass die Belehrung in deutscher Sprache abgehalten wird: es ist zwingend erforderlich, dass Sie die Inhalte der Belehrung vollständig verstehen. Bitte kümmern Sie sich selbständig um eine/n Dolmetscher/in und weisen Sie unbedingt bereits bei der Anmeldung darauf hin, dass Sie eine/n Dolmetscher mitbringen!

Für den Fall, dass Sie einen vereinbarten Termin nicht einhalten können, sagen Sie diesen bitte unbedingt telefonisch ab.
Die Nachfrage an Belehrungsterminen ist groß, und wenn Sie Ihre Teilnahme rechtzeitig absagen, kann jemand anderes, der dringend belehrt werden muss, an Ihrer Stelle noch teilnehmen. Davon kann ein Arbeitsplatz abhängen.

Welche Dokumente werden benötigt?

Da die Bescheinigung für jede Person nur nach persönlicher Teilnahme an einer Belehrung ausgestellt werden darf, ist vorab eine Identitätskontrolle erforderlich. 

Bitte beachten Sie, dass Sie daher für die Teilnahme unbedingt ein gültiges Ausweisdokument mit Lichtbild benötigen, d. h. Sie müssen Ihren Personalausweis oder Reisepass vorlegen.

Ein Führerschein oder eine Versichertenkarte einer Krankenkasse mit Lichtbild kann nur ersatzweise in Verbindung mit einer aktuellen Meldebescheinigung Ihrer Wohnortgemeinde als Ausweisdokument anerkannt werden. Sollten Sie sich am Belehrungstag nicht ausreichend ausweisen können, müssen Sie damit rechnen, von der Teilnahme ausgeschlossen zu werden.

Welche Kosten entstehen?

Für die Belehrung und die Bescheinigung fällt eine amtliche Gebühr von 27,00 Euro pro Person (incl. Nachweisheft) an.

Dazu kommt eine Gebühr in Höhe von 8,50 Euro für Versand und Rechnungserstellung.

Wie ist der Ablauf der Belehrung?

Sie haben sich telefonisch einen Termin geben lassen und eine Uhrzeit mitgeteilt bekommen, zu der Sie sich einfinden sollen.

Bitte beachten Sie unbedingt diese Uhrzeit, um die Abwicklung im Interesse aller Beteiligten zu unterstützen!

  1. Am Tag der Belehrung melden Sie sich mit Ihrem Ausweisdokument an.
  2. Sobald die Anmeldung abgeschlossen ist beginnt die mündliche Belehrung.
  3. Die Bescheinigung und das Nachweisheft über diese Belehrung wird Ihnen zugeschickt. Separat zur Bescheinigung erhalten Sie eine Rechnung in Höhe von 35,50 Euro für die Belehrung.

Das Nachweisheft sowie die Bescheinigung sind gemäß der Regelungen im Infektionsschutzgesetz im Original bei Ihrem Arbeitgeber abzugeben.

Wieviel Zeit muss ich ungefähr einplanen?

Sie müssen 1 ½ Stunden Zeit einplanen.

Sind Sondervereinbarungen für größere Gruppen – z.B. eines Arbeitgebers – möglich?

Ab einer Gruppengröße von etwa 20 Personen kann eine Anfrage auf eine Belehrung außerhalb des Gesundheitsamtes bei der zuständigen Sachbearbeiterin gestellt werden.

Ob eine Belehrung außerhalb des Gesundheitsamtes stattfinden kann muss individuell abgeklärt werden!

Da es sich um eine amtliche Gebühr handelt, fällt diese bei Sondervereinbarungen für jede teilnehmende Person an.

Benötigen Sie eine Zweitschrift ?

Haben Sie bereits eine Bescheinigung nach § 43 IfSG vom Gesundheitsamt des Landkreises Cuxhaven erhalten, die aber verloren gegangen ist?

Fragen Sie telefonisch bei der zuständigen Sachbearbeiterin nach, ob eine Zweitschrift möglich ist.

Ist es möglich, dann müssen Sie nicht erneut an einer Belehrung teilnehmen und können eine Zweitschrift beantragen.

Eine Zweitschrift ist gebührenpflichtig. Sie erhalten eine Rechnung in Höhe von 19,50 Euro.