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FRagen und antworten (FAQ) zur Biotonne

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur neuen Tonne. Die Liste wird laufend aktualisiert

Was darf in Biotonne?

Obst- und Gemüsereste, Kaffee- und Teesatz mit Papierfilter, gekochte Lebensmittel, Eier und Eierschalen, Brot- und Backwarenreste, Milchprodukte, Wurst- und Käsereste, Nussschalen, Küchenkrepp und alle anderen Lebensmittel ohne Verpackung. Auch die festen – manchmal chemisch behandelten – Schalen von Zitrusfrüchten dürfen in die Biotonne, ebenso wie Naturrinde vom Käse.

Ungeöffnete, verdorbene Lebensmittel müssen aus der Verpackung genommen werden. Wer sich vor möglichen Schimmelsporen in Acht nehmen muss, kann die ungeöffnete Packung im Restmüll entsorgen oder sollte sie im Freien öffnen.

Aus dem Garten wird vom ersten Moos im Frühjahr über Pflanzenreste, Rasen- und Heckenschnitt und Wildkräuter des Sommers bis hin zum herbstlichen Ast- und Strauchschnitt, Fallobst und Laub alles in der Biotonne verschwinden. Auch Federn und Haare sowie Topfblumen und Blumensträuße dürfen in die neue Tonne.

Was darf NICHT in die Biotonne?

Die Tonne wird nicht geleert, wenn sich Störstoffe darin befinden. Störstoffe sind: Verpackungen mit oder ohne Inhalt, Grillkohle, Asche und Zigaretterreste, Fäkalien von Mensch und Tier, Windeln, Tierkadaver, Bau- und Renovierungsabfälle, Metalle, Textilien, Kaffeekapseln, Restmüll.

Störstoffe sind zudem jede Art von Plastik, ausdrücklich auch solche, die als kompostierbar bezeichnet werden (sogenannte Biokunststoffe), diese zersetzen sich nur unter Laborbedingungen optimal und bleiben sonst als Plastikfetzen erhalten. Es darf KEIN PLASTIK in die Biotonne. Dies gilt auch für Teebeutel aus Plastik, Kaffeekapseln aus Metall oder Plastik und beispielsweise Gummibänder vom Blumenstrauß.

Ebenfalls nicht erlaubt sind, wegen der eingesetzten Verfahren in den Verwertungsanlagen, rohe Fleisch- und Fischreste sowie Knochen und Gräten da bei der Kompostierung dieser giftige Gase entstehen können. Auch Speiseöle und –fette gehören wie bisher in die Restmülltonne.

Dürfen "Biobeutel" in die Biotonne?

Nein. Die so genannten "Biobeutel", die im Handel erhältlich sind, gehören nicht in die Biotonne. Denn diese Tüten verrotten nicht in der kurzen Zeit, in der der Biomüll in der Kompostieranlage zu Kompost verarbeitet wird. Die Beutel werden möglichst vorher als Störstoff aussortiert. Gelingt das nicht, verbleiben Kunststoffteilchen im Kompost zurück, die dann mit dem Kompost ausgebracht werden. Aber Plastik gehört nicht in die Umwelt.
Die "Biobeutel" bestehen in der Regel nicht vollständig aus pflanzlich basierten Kunststoffen, sondern auch aus erdölbasiertem "normalem" Kunststoff.
Falls Sie diese Beutel trotzdem in der Küche verwenden möchten, werfen Sie die Beutel ohne den Biomüll in die Restmülltonne.
Als Alternative zu den Beuteln empfehlen wir die günstigeren Papiertüten oder Tageszeitungspapier. Papiertüten oder –säcke, auch aus gewachstem Papier, sind zulässig um den Bioabfall zu sammeln. Außerdem können heikle Speisereste in Zeitungspapier gewickelt in die Biotonne geben werden.

Gehört Tierstreu in die Biotonne?

Nein. Tierexkremente, Vogelsand, Katzenstreu etc. gehören in die Restmülltonne. In der Biotonne belasten diese Abfälle später die Kompost-Qualität, weil sie möglicherweise Krankheitskeime enthalten, die bei der Hygienisierung nicht abgetötet werden können. Ausnahme hier ist Kleintiereinstreu beispielsweise von Kaninchen oder Meerschweinchen. Dies darf, in geringen Mengen, in die Biotonne.

Wie halte ich meine Biotonne sauber?

Am Besten gibt man in die leere Tonne zerknülltes Zeitungspapier, um Flüssigkeiten aufzusagen. Speisereste sollten in Zeitungspapier oder Küchenkrepp eingewickelt und so in die Biotonne gegeben werden, um Anhaftungen zu vermeiden.

Wie verhindere ich unangenehmen Geruch und Ungezieferbildung?

Für die Biotonne sollte ein schattiger und kühler Platz gesucht werden. Des Weiteren sollten zur Vorbeugung der Ungezieferbildung, Essensreste nicht lose in die Biotonne hineingegeben, sondern vorher in Zeitungspapier oder Küchenkrepp gewickelt werden.

Um zu vermeiden, dass sich Maden einfinden, sollten organische Küchenabfälle in Papiertüten gesammelt oder in Tageszeitungspapier gut eingewickelt werden und zwar schon bevor die Fliegen ihre Eier in den Küchenabfällen ablegen. Halten Sie also Ihre Biotonne so trocken wie möglich. Maden können sich nicht vermehren, sondern entstehen immer aus Fliegeneiern.

Wurst- oder Fleischreste sollten besonders gut eingewickelt werden. Vielleicht können sie auch erst kurz vor dem Entleerungstag in die warme Biotonne geworfen und vorher kühl aufbewahrt werden.

Wie groß sollte die Biotonne sein?

Durchschnittlich sind im Restmüll bisher ca. 40 % Bioabfälle enthalten. Davon gehört der Großteil zukünftig in die Biotonne. Die Tonnengröße sollte also nicht zu klein gewählt werden. Bitte bedenken Sie, dass über die Biotonne auch organische Gartenabfälle (insbesondere Rasen- und Strauchschnitt) entsorgt werden können. Sogar für Eigenkompostierer mit einem großen Garten könnte eine Biotonne sinnvoll sein.

Befreiung von der Biotonne

Sie können sich von der Nutzungspflicht der Biotonne befreien lassen, wenn Sie Ihren Bioabfall auf Ihrem Grundstück vollständig selbst kompostieren und verwerten. Die Befreiung beantragen Sie auf einem zusätzlichen Formular, welches in Papierform bei den Gemeinden ausliegt oder im Internet unter Befreiungsanträge zum Download bereit steht.