Seiteninhalt

RSS-Feed abonnieren

25.01.2021

Die Biomüllsammlung ist erfolgreich angelaufen

Seit Jahresbeginn wird der Biomüll im Landkreis Cuxhaven getrennt vom Restmüll eingesammelt und entsorgt.

In Samtgemeinden Börde Lamstedt, Hemmoor und Land Hadeln sammeln die Sammelfahrzeuge des Unternehmens Karl Meyer den Bioabfall ein. Gelagert wird er zunächst, zusammen mit dem Biomüll aus der Stadt Cuxhaven, auf dem Gelände des Abfallverwertungszentrums (AVZ) in Cuxhaven-Altenwalde, in einer neu errichteten Umschlagstation inklusive Fahrzeugwaage und überdachten Lagerboxen. Sobald die Menge ausreicht, um einen Sattelschlepper- oder Hängerzug zu füllen, wird der Bioabfall zum Kompostwerk der Firma Grube Land- und Umwelttechnik nach Sandstedt im Süden des Landkreises verfrachtet. „Das Umladen auf größere Fahrzeuge ist wirtschaftlicher als die Sammelfahrzeuge mit zwei Mann Besatzung für diese große Tour einzusetzen“, erläutert Michael Marek, Abfallberater des Landkreises Cuxhaven.

Der Biomüll aus der Stadt Geestland und den Gemeinden Beverstedt, Hagen, Loxstedt, Schiffdorf und Wurster Nordseeküste wird von Firma Nehlsen gesammelt und direkt nach Sandstedt gebracht.

Das Sammelergebnis ist erfreulich. „Die Menge ist sicher so kurz nach dem Start noch nicht repräsentativ“, erklärt Marek „aber einige Tonnen sind schon zusammengekommen. Die Qualität stimmt übrigens nach einer ersten Sichtprüfung auch.“

Beim Bioabfall muss die Qualität stimmen, um ein wirtschaftlich gutes Ergebnis zu erreichen. Das Endprodukt der Sammlung wird als Kompost auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht oder in Erdenwerken zu ebenfalls hochwertigen Substraten verarbeitet. „Wenn dann der Störstoffanteil zu hoch ist, kann dieses Ziel entweder nur durch teure Nachsortierung oder unter Umständen gar nicht erreicht werden“, erläutert Marek.

Störstoffe sind in erster Linie alle möglichen Kunststoffe - gleich welcher Zusammensetzung. Sie stören den Verwertungsprozess erheblich. „Auch sogenannte „Kompostierbare Biokunststoffe“ aus Maisstärke oder Polymilchsäure sind Kunststoffe – und haben daher in der Biotonne nichts verloren“, betont Marek. „Die Kunststoffe sind zwar als kompostierbar zertifiziert, aber leider passen Zertifizierung und Anlagen- und Verfahrenstechnik oft nicht zusammen. Als Nutzer der Biotonne kann man zudem die Kunststoffbeutel nur sehr schwer voneinander unterscheiden. Das führt ohne böse Absicht dazu, dass vermehrt auch nicht kompostierbare Tüten in der Biotonne landen.“

Fragen zum Bioabfall und zur Kompostierung beantwortet gerne die Abfallwirtschaft des Landkreises Cuxhaven unter Telefon 04721 66-2525, -2553, -2606 oder E-Mail abfallberatung(at)landkreis-cuxhaven.de

Bildunterschrift: Mitarbeitende der Abfallwirtschaft auf dem Umschlagplatz beim AVZ in Cuxhaven

Bildunterschrift: „Bild mit Kompost“

„So wird der Bioabfall aus dem Landkreis Cuxhaven nach der Behandlung aussehen.“

Bildunterschrift: Bild mit Müllfahrzeug

„Damit es auch alle mitbekommen: kein Plastik in der Biotonne. Auf dem Bild links neben dem Entsorgungsfahrzeug „dampft“ der Haufen aus dem Landkreis Cuxhaven. Der wird natürlich noch wachsen.“

Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven