Seiteninhalt

Was ist Starkregen?

Bei Starkregen kommt es innerhalb kurzer Zeit zu außergewöhnlich intensiven Niederschlägen, die räumlich begrenzt und ohne nennenswerte Vorwarnzeit auftreten (Quelle: DWA). Die Wassermengen, die bei eine Starkregen zusammenkommen, können in dieser Intensität nicht schnell genug vom Boden und dem Abwassersystem aufgenommen oder abgeleitet werden. Daher kommt es häufig zu unkontrollierbarem oberflächlichem Abfluss, welcher sich dann als Überschwemmung ausbreitet.

Durch die voranschreitende Erderwärmung steigt auch die Häufigkeit und Intensität mit der Starkregenereignisse auftreten. Der Grund dafür liegt in der erhöhten Aufnahmefähigkeit von Wasser in der Atmosphäre an heißeren Tagen. Wenn die feuchte Luft auf starke vertikale Luftbewegungen trifft, führt dies zu plötzlicher Kondensation, was wiederum zu extremen Niederschlägen in einem meist relativ kleinen Gebiet führt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kategorisiert Starkregen anhand von drei Stufen:

  • Starkregen: 15 -25 Liter/ Quadratmeter je Stunde oder 20-35 Liter/ Quadratmeter in 6 Stunden
  • Heftiger Starkregen: 25 – 40 Liter/ Quadratmeter je Stunde oder 36 – 60 Liter/ Quadratmeter in 6 Stunden
  • Extrem heftiger Starkregen: Mehr als 40 Liter/ Quadratmeter je Stunde oder mehr als 60 Liter/ Quadratmeter in 6 Stunden

Die Intensität von Starkregen lässt sich mit dem „Starkregenindex“ klassifizieren. Der Index beruht auf der statistischen Wiederkehrzeit eines entsprechend ausgeprägten Starkregenereignisses. D.h. ein 100-jährlicher Starkregen wäre ein Ereignis, das eine Wiederkehrzeit von 100 Jahren hat und damit einmal in 100 Jahren zu erwarten ist. Da die Berechnungen zu den Wiederkehrzeiten auf dem Zeitraum von 1951-2010 beruhen, kann es sein, dass durch den fortschreitenden Klimawandel und die Erhitzung der Atmosphäre ein 100-järhlicher Regen in naher Zukunft auch häufiger als nur alle 100 Jahre auftritt.