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02.06.2020

Neues von der Biotonne

Die Bürgerinnen und Bürger stehen vor der Wahl, welche Biotonne sie für das nächste Jahr wählen sollen, wenn sie es noch nicht gemacht haben. Dazu sollen hier noch einige Hilfen gegeben werden.


Zunächst einmal: Die Seite „Biotonne“ mit allen zur Verfügung stehenden Informationen wird ständig aktualisiert. Zu finden sind alle Pressemitteilungen zum Thema, die der Landkreis herausgegeben hat. Hier gibt es die Verlinkung zu den Befreiungsanträgen. Daneben gibt es zwei einfache Gebührenrechner für private Haushalte und Gewerbebetriebe, mit denen man sich ein Bild über die zukünftige Gebührenhöhe machen kann. Neu ist eine Rubrik für die am häufigsten gestellten Fragen zur Biotonne.

Häufigste Frage derzeit: Was darf hinein in die Biotonne? Dafür gibt es eine einfache Grundregel. Alle organischen Abfälle aus der Küche müssen über die Biotonne und dürfen nicht mehr über die Restmülltonne entsorgt werden. Eine Ausnahme bilden rohes Fleisch, Knochen, Gräten und größere Mengen an Speiseölen, die wie bisher über die Restmülltonne entsorgt werden müssen. Alle organischen Abfälle aus dem Garten können in die Biotonne gegeben werden. Deshalb sind hier auch andere Entsorgungswege wie Eigenkompostierung, die Mitnahme durch Gartendienstleistungsbetriebe, die Nutzung von Grünabfalltonnen, die von privaten Anbietern gestellt werden, der Weg zum Kompostplatz oder zur Grünabfallannahmestelle zulässig.

Noch ein Wort zur Eigenkompostierung. Auf den Seiten des Landkreises können dazu viele Hinweise und Tipps gefunden werden. Diese scheinen auf den ersten Blick widersprüchlich mit den Regelungen zur Biotonne zu sein. Das dem nicht so ist, zeigt eine einfache Überlegung: Die Eigenkompostierung ist ein völlig anders Verfahren als die Sammlung in einer Biotonne.

Die Sammlung in der Biotonne macht sozusagen fast sorgenfrei. Ein Befall mit Fliegen und eine Belästigung durch Gerüche lässt sich nach Einschätzung der Abfallwirtschaft aber fast immer vermeiden. Wenn dafür gesorgt wird, dass etwa durch Einwickeln in Zeitungspapier und eine Mischung mit trockenen Biofällen die Feuchtigkeit in der Biotonne nicht zu hoch wird, wird dem Madenbefall Einhalt geboten. Der Deckel der Biotonne muss natürlich immer gut geschlossen sein.

Dagegen ist die Kompostierung von Bioabfällen aus der Küche ein komplizierter Vorgang. Einige können das; die meisten werden sich aber noch nicht näher beschäftigt haben. Es gibt mehr zu beachten als bei der Kompostierung von Grünabfall. Insbesondere gekochte und verdorbene Speisereste dürfen nämlich nicht nur oben draufgelegt werden. Der Komposthaufen muss groß genug (mindestens 0,5 m³) und immer gut durchmischt sein, damit die Verlockungen für unliebsame Besucher gut verteilt und verdünnt werden können. Dann sind die Speisereste vielleicht noch für Ameisen und Mikroorganismen interessant, aber nicht mehr für Nagetiere und Vögel.
Auf den Seiten zur Kompostierung wird auch der Hinweis gegeben, dass Speisereste in die Restmülltonne gehören. Das gilt natürlich nur noch solange, bis die Biotonne eingeführt ist. Danach haben Speisereste in der Restmülltonne nichts verloren.

Häufig gestellt in Zusammenhang mit der Größe der Biotonne wird die Frage, ob die Herbstsammlung des Landkreises für Grünschnitt und Laub eingestellt wird. Das ist ab dem Jahr 2021 in der Tat so beschlossen. Im Herbst 2020 findet die Sammlung zum letzten Mal statt. Von der Einstellung nicht betroffen sind die Grünabfall-Annahmestellen, ganz im Gegenteil. Diese werden – Stand jetzt zumindest in zeitlicher Hinsicht - eine Stunde länger geöffnet haben und auch Öffnungszeiten im Dezember anbieten.