Das Schicksal der Zeugen Jehovas im Cuxland (1933 - 1945)
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Bereits kurze Zeit nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten gerieten die Zeugen Jehovas in das Visier der NS-Behörden in Cuxhaven. Denn die Gläubigen verweigerten vielfach die Teilnahme an Wahlen und Volksabstimmungen sowie den Wehrdienst. Da die Ordnung Gottes für sie vorrangig ist, organisierten sie sich nicht in weltlichen und politischen Gemeinschaften des NS-Staates. Dies machte sie in den Augen der damaligen Machthabenden verdächtig. Mitte der 1930-er Jahren wurden die Zeugen Jehovas verboten. Für zahlreiche Männer und Frauen aus dem Cuxland folgten schreckliche Jahre bis hin zur Inhaftierung in Gefängnissen und Konzentrationslagern.
Hans-Jürgen Kahle hat für seinen Vortrag Quellen aus dem gesamten Bundesgebiet ausgewertet und stellt die Ergebnisse dieser bemerkenswerten Forschung erstmalig vor.
In seinen Publikationen hat er die regionale Geschichte der NS-Organisationen, die Parteiengeschichte, den Einsatz von Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkriegs sowie zahlreiche Einzelschicksale beleuchtet.