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09.03.2026

40 Schülerinnen und Schüler der Johann-Heinrich-Voß-Schule sammeln über 1.500 Euro für den Volksbund

Großes Engagement für Erinnerungskultur und Demokratie: 40 Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen der Johann-Heinrich-Voß-Schule Otterndorf haben im Rahmen der Haus- und Straßensammlungen mehr als 1.500 Euro für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. gesammelt. Für ihren Einsatz wurden sie am 2. März 2026 offiziell ausgezeichnet.

Die Ehrung erfolgte im Namen des Bezirksvorsitzenden des Volksbundes, Landrat Thorsten Krüger durch Katja Bruns-Cordes, Kreisgeschäftsführerin für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorgen e.V. für den Landkreis Cuxhaven und sprach den Jugendlichen besondere Anerkennung für das gemeinsame Engagement aus.

In ihrer Ansprache machte Bruns-Cordes noch einmal deutlich, dass der Volksbund weit mehr als eine Organisation sei, die sich um die Pflege von Kriegsgräbern kümmere: „Der Volksbund ist nicht einfach ein Verein, der sich um Kriegsgräberstätten kümmert. Gerade vor dem Hintergrund der vielen Krisen in der Welt zeigt diese Arbeit, dass Verantwortung für die Geschichte zu übernehmen und dafür als Staat einzutreten bedeutet, für Demokratie und Freiheit einzutreten. Kriegsgräberstätten sind als Orte der Erinnerung, der Begegnung und der Versöhnung zu verstehen. Sie ermahnen uns alle, was passiert, wenn wir nicht im Austausch miteinander bleiben und für unsere gemeinsamen Werte für Freiheit und Demokratie einstehen. Diese Verantwortung wird nicht irgendwo in Berlin getragen – sie beginnt direkt hier vor unserer eigenen Haustür. Gerade deshalb zeigt dieser Einsatz von Schülerinnen und Schülern wie das Engagement weit über den Unterricht hinauswirken kann.“

Zugleich würdigte Bruns-Cordes ausdrücklich den langjährigen Einsatz der Lehrerin Anja Hampel, die das Projekt seit vielen Jahren als Herzensangelegenheit organisiert und gemeinsam mit den neunten und zehnten Klassen durchführt. „Ohne die kontinuierliche Unterstützung und Organisation von Frau Hampel wäre diese verlässliche Arbeit der Schule nicht möglich. Dafür gilt unser ausdrücklicher Dank“, betonte sie.

Auch Schulleiter Arne Garde würdigte das Engagement der Schülerinnen und Schüler und betonte die Bedeutung von Erinnerungskultur im schulischen Alltag: „Erinnerungskultur ist für uns kein Randthema, sondern ein wichtiger Bestandteil unserer Bildungsarbeit. Wer Geschichte versteht, kann die Gegenwart besser einordnen und Verantwortung für die Zukunft übernehmen. Das Engagement unserer Schülerinnen und Schüler zeigt, dass junge Menschen bereit sind, sich aktiv mit unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen und daraus Haltung für heute zu entwickeln. Mit ihrem Einsatz haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur eine beachtliche Spendensumme gesammelt, sondern auch ein starkes gemeinsames Zeichen gesetzt“, so Garde.

Weltweit betreut der Volksbund mehr als 800 Kriegsgräberstätten in rund 45 Staaten. Neben der humanitären Arbeit und der Pflege der Gedenkorte engagiert sich die Organisation besonders in der Demokratie- und Friedensbildung junger Menschen durch die Organisation von sogenannten Workcamps. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Volksbundes unter www.volksbund.de 

Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven