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12.03.2015

Kanonenschläge verschrecken Seeadler - Landkreis erstattet Strafanzeige

Die von der Naturschutzbehörde zur Hilfe gerufene Polizei hat erste Ermittlungen aufgenommen und Tatverdächtige befragt.

In den vergangenen Jahren ist es zu einer erfolgreichen Ansiedlung mehrerer Seeadlerpaare im Kreisgebiet gekommen.

Dabei gehört die Geesteniederung zu den wichtigsten Jagd- und Brutrevieren im Landkreis.
Mitte dieser Woche wurde der Naturschutzbehörde mitgeteilt, dass im Umfeld eines bebrüteten Seeadlerhorstes „Kanonenschläge“ zu hören waren.

Die von der Naturschutzbehörde zur Hilfe gerufene Polizei hat erste Ermittlungen aufgenommen und Tatverdächtige befragt.

Es besteht der dringende Tatverdacht, dass ein Verstoß gegen die Vorschriften des Artenschutzes, die im Bundesnaturschutzgesetz verankert sind, begangen wurde. Der Verstoß kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden.

An vielen Orten haben die Seeadlerbruten bereits begonnen. In diesen Fällen sitzt das Weibchen fest auf dem Nest bis die Jungen geschlüpft sind. Während dieser Zeit wird das Weibchen vom Partner mit Nahrung versorgt. Das durch die Kanonenschläge verursachte Knallen hat im vorliegenden Fall jedoch dazu geführt, dass das Weibchen das Nest zeitweise verlassen hat. Ob die Eier dadurch ausgekühlt sind, lässt sich derzeit nicht feststellen. Auf jeden Fall ist festzuhalten, dass das Verlassen des Horstes eine verhaltensuntypische Reaktion während der Brut war.

Die Polizei und die untere Naturschutzbehörde arbeiten mit Nachdruck an der Aufklärung des Sachverhalts.
Personen, die zusätzliche sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich ggf. telefonisch bei der örtlichen Polizeidienststelle oder der unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Cuxhaven, Tel.-Nr. 04721 66-2343 in Verbindung zu setzen.

Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven