Ameisen
In Deutschland sind 85 Ameisenarten heimisch. Davon sind 41 Arten gefährdet (davon wiederum zwei Arten verschollen). Das sind 48% des Artenbestandes.
Obwohl die besonders geschützten Waldameisenarten seit über 200 Jahren unter Naturschutz stehen, ist ein enormer Rückgang zu verzeichnen. Wo der Wald stirbt, werden auch die Honigtauinsekten vernichtet, die wichtigste Nahrungsquelle unserer Waldameisen.
Mindestens 74 Arten der Honigtauinsekten werden durch Ameisen gepflegt und geschützt. Dadurch vermehren sich wiederum andere Nutzinsekten im Wald, und die Honigbienen produzieren mehr Honig.
Ein mittelgroßes Waldameisenvolk kann von April bis Oktober circa zehn Millionen Insekten vertilgen, darunter auch viele pflanzenfressende Insekten.
Es gibt 154 "Ameisenpflanzen", deren Samen die Ameisen verschleppen. Dadurch entsteht eine artenreiche Eingrünung der Ameisenwälder, was eine Äsungsbereicherung für das Wild darstellt. Spechtvögel leben zum großen Teil von Waldameisen. Rauhfußhühner wie Auer-, Birk- und Haselhühner benötigen Ameisen zur Brutaufzucht.
Viele Vogelarten nehmen ein "Bad" in den Waldameisen. Dabei lassen sie sich mit Ameisengift besprühen, das vermutlich die Parasiten aus dem Gefieder vertreibt. Waldameisenreiche Wälder weisen eine größere Vogeldichte auf als ameisenfreie Waldflächen.
Waldameisen tragen im Nestbereich zusammen mit anderen Kleinlebewesen zur Gesunderhaltung des Bodens bei. Sie erfüllen eine wichtige Funktion für das ökologische Gleichgewicht im Welt.
Beauftragte für den Ameisenschutz im Landkreis Cuxhaven:
Martin Bücker
Revierförsterei Midlum
Neuenwalder Weg 2
27629 Midlum
Tel. und Fax 0 47 41/34 66
Ansprechpartner im Landkreis Cuxhaven ist
E-Mail: p.mueller(at)landkreis-cuxhaven.de
Raum: 217
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