Seiteninhalt

Fledermäuse

Die mitteleuropäischen Fledermausfauna besteht ausschließlich aus nachtaktiven insekten- und spinnenfressenden Arten. Mit Hilfe eines Echo-Orientierungssystems sind sie in der Lage, zur Dämmerungs- und Nachtzeit dämmerungs- und nachtaktive Insekten im Flug zu orten und zu erbeuten. Im Laufe eines Jahreszyklus werden von den Fledermäusen unterschiedliche, artspezifische Lebensräume besiedelt. Von April/Mai bis Oktober halten sie sich kolonieweise in ihren Sommer- und Wochenstubenquartieren auf. Dies sind Baumhöhlen, Dachböden, Feuchtkeller, Hauswandverkleidungen oder ähnliche Verstecke. In der Nähe dieser Quartiere liegen ihre Jagdreviere. Als Jagdrevier werden besonders gern Fluß- und Bachränder, alte Dorfbäume und parkartiges Gelände aufgrund des dort reichhaltig vorhandenen Nahrungsangebots aufgesucht. In der Regel nicht weit von den Sommerquartieren entfernt, befinden sich die Winterquartiere, in denen die Tiere ihre Winterruhe durchleben.


Die in Mitteleuropa vorkommenden Arten unterteilt man aufgrund verschiedener ökologischer Bedürfnisse in die Baumfledermäuse und die Hausfledermäuse. Zum Teil weisen die Arten sehr spezielle Ansprüche hinsichtlich ihrer Hangplätze und Jagdhabitate auf. Alle in Deutschland lebenden Fledermausarten haben in den letzten Jahrzehnten einen dramatischen Bestandsrückgang erfahren. Sie gehören deshalb zu den besonders geschützten Arten. Die Bundesrepublik Deutschland hat 1991 die internationale Konvention "Abkommen zum Schutz der Fledermausarten in Europa" ratifiziert und räumt demnach dem Fledermausschutz einen hohen Stellenwert ein.


Bisher wurden für das Bundesgebiet 22 Arten nachgewiesen, von denen sich 19 regelmäßig fortpflanzen. Im Landkreis Cuxhaven (ohne Stadt Cuxhaven) sind elf Fledermausarten nachgewiesen worden.


Seit 1950 erlitten die Fledermäuse in Deutschland drastische Bestandsrückgänge. Als Ursache sind ausschließlich komplex zusammenwirkende, von Menschenhand verursachte Faktoren zu nennen. Hierzu gehören u.a. der Quartierverlust durch Dachsanierung oder Störung der Winterquartiere, die schleichende Vergiftung durch Biozide und deren Abbauprodukte in ihrer Nahrung, vorrangig aber der Verlust von Lebensräumen sowie der Nahrungsverlust als Folge der Uniformierung der Landschaft. Diese Faktoren führten teilweise zu einem regionalen vollständigen Aussterben einzelner Arten.


Ansprechpartner für Fledermäuse im Landkreis Cuxhaven:



Martin Bücker
Neuenwalder Weg 2
27629 Midlum
Tel. und Fax 04741/34 66

Ansprechpartner beim Landkreis Cuxhaven ist

 

Natur & Landschaft
Vincent-Lübeck-Straße 2
27474 Cuxhaven
Karte anzeigen

Telefon: 04721 66-2345
E-Mail: p.mueller(at)landkreis-cuxhaven.de
Raum: 217
Nachricht schreiben
Adresse exportieren