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14.08.2025

Als Wegepaten im Cuxland unterwegs - Rudolf und Susanne Nintzel prüfen Cuxland-Radrundwege ehrenamtlich auf Herz und Nieren

Im Schnitt legt das Ehepaar aus Ihlienworth pro Jahr rund 3000 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Nicht nur im Landkreis Cuxhaven, sondern deutschlandweit und darüber hinaus. Eine besondere Leidenschaft haben die zwei für das 1300 Kilometer lange Radroutennetz im Cuxland. Damit Urlauber und Einheimische mit dem Fahrrad problemlos die Region erkunden und dabei im besten Fall das Navi in der Tasche lassen können, fahren die beiden regelmäßig die Cuxland-Radrundwege ab – und prüfen die Beschilderung als ehrenamtliche Wegepaten.

Rudolf und Susanne Nintzel sind leidenschaftliche Radfahrende und genießen es, an der frischen Luft aktiv zu sein. Was im E-Bike-Zeitalter Seltenheitswert hat: Sie beide sind motorlos unterwegs. „Dennoch kommt es vor, dass wir den einen oder anderen E-Bike-Fahrer überholen“, schmunzelt der 72-Jährige. So viel Training zahlt sich eben aus.

Bereits seit 2014 fährt das Paar regelmäßig die Cuxland-Radrundwege ab, die Namen wie „De Hoben“, „De Bülter“ oder „De Utsicht“ tragen. Aktuell sind es zwölf an der Zahl. Dabei hatte das Paar aus Ihlienworth von Anfang an einen Blick auf die korrekte Beschilderung und den Zustand der Schilder. „Unser Ziel war es immer, ohne Karte und Navigation zu fahren. Die Schilder sollten reichen. Ohne großes Überlegen.“

Mängelmelder sorgt für entspannte Radtouren

Wann immer ihnen auf ihren Touren an der Beschilderung etwas auffiel, wurde es dokumentiert und anschließend über den Mängelmelder auf www.cuxland.de/maengelmelder von Cuxland-Tourismus kundgetan. Schnell entwickelte sich daraus ein ehrenamtliches Engagement als Wegepaten, über das sich der Landkreis Cuxhaven sehr freut. „Wir prüfen unsere Schilder auf den Radrundwegen zwar engmaschig, doch wir sind auch auf die Mithilfe von Radfahrerinnen, Radfahrern, Bürgerinnen und Bürgern angewiesen, um kurzfristig entstandene Schäden erfassen und schnellstmöglich beheben zu können“, erklärt Günter Mangels, Radwegewart beim Landkreis Cuxhaven. Zum Beispiel dann, wenn ein Schild verdreht, beschädigt oder – wie es aktuell häufiger passiert – beklebt oder gar gestohlen wird. Für die Bodenbeschaffenheit und Mängel an der Qualität der Radwege ist Cuxland-Tourismus hingegen nicht zuständig, leitet eingehende Meldungen aber an die entsprechende Stelle weiter.

„Traumhafter Blick“

Im Zeitraum von April bis Oktober fährt das Paar alle zwölf Radwege ab. Besonders auf „De Küst“ freut sich Susanne Nintzel immer sehr. „Der Blick aufs Wasser und auf den Kutterhafen ist traumhaft.“ Entlang der Deiche radelt man hier durch die Cuxhavener Küstenheide und den Wernerwald Richtung Wurster Nordseeküste zu den Kutterhäfen in Spieka-Neufeld und Dorum-Neufeld. Insgesamt ist der Radrundweg 58 Kilometer lang und wie der Name schon sagt: mehr Küste geht nicht. Für Rudolf Nintzel ist die Lieblingsroute hingegen „De Övers“. Auf der rund 60 Kilometer langen Strecke geht es gemütlich an der Oste entlang. Sie führt zur legendären Schwebefähre Osten-Hemmoor und zum Steingarten in Lamstedt.

Auf ihren Touren dokumentieren die beiden außerdem Picknick- und Café-Optionen und packen entsprechend Proviant für alle Radwege ein, auf denen es nicht so viele Angebote gibt. „Eine kleine Kaffee- und Kuchenpause muss einfach immer sein“, ist sich das Ehepaar einig. Zwar kennen die beiden die Routen mittlerweile wie ihre Westentasche, den Cuxland-Tourenplaner empfehlen die beiden aber dennoch. „Aktuelle Umleitungen, Sperrungen, all das ist dort notiert“, so Rudolf Nintzel. Deswegen ist es am besten vor jedem Ausflug die aktuelle Tour herunterzuladen.

Kleiner Wind-Check

„Bevor es morgens losgeht, machen wir außerdem immer eine kleine Konferenz und prüfen die Windrichtung“, erzählt Rudolf Nintzel. Das entscheidet darüber, von welcher Seite die beiden die Radtouren befahren und stellt schon mal seelisch darauf ein, wie viel Gegen- beziehungsweise Rückenwind sie erwartet. „Außerdem schafft es Abwechslung, immer mal von einer anderen Richtung zu starten“, so Susanne Nintzel.
Das ehrenamtliche Engagement des Ehepaars hört jedoch nicht beim Abfahren der Radwege und der Meldung von Mängeln auf. Was Susanne und Rudolf Nintzel auch immer dabei haben? Müllbeutel und Handschuhe. „Wir wollen eine intakte Umwelt hinterlassen und gegen den Plastikmüll gegensteuern.“ Radfahren bedeutet für das Ehepaar eben nicht nur, die Natur auf zwei Rädern zu erkunden, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten.

Zusatzinformationen

Wer Interesse hat, sich ebenfalls als ehrenamtlicher Wegepate zu engagieren, schreibt eine Mail an info@cuxland.de .

Hier geht’s zum Mängelmelder:

www.cuxland.de/maengelmelder 

Hier geht’s zum Tourenplaner:

www.cuxland-tourenplaner.de/de/

Alle 12 Radrundwege finden Interessierte hier:

www.cuxland.de/service/prospekte 

Foto: Rudolf und Susanne Nintzel mit ihren motorlosen Rädern (Cuxland-Tourismus Florian Trykowski)

Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven