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29.12.2025

Autorinnenlesung mit Susanne Siegert in der Burg Bederkesa im Januar 

Am 22.01.2026 lädt der Landkreis Cuxhaven zu einer besonderen Lesung in die Burg Bederkesa ein: Susanne Siegert liest aus ihrem im Oktober 2025 bei Piper erschienenen Buch „Gedenken neu denken. Wie sich unser Erinnern an den Holocaust verändern muss“. Angesprochen sind alle, insbesondere auch junge Menschen.
Warum sich das Erinnern verändern muss, legt Siegert eindrücklich dar. Sie plädiert für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle unserer „einstudierten“ gemeinsamen Rückschau mit den Opfern. Es geht um weniger bekannte NS-Verbrechen, um weniger bekannte Orte, um bisher vernachlässigte Opfergruppen.

Siegert, geboren 1992, ist Journalistin und eine der bekanntesten Stimmen der digitalen Erinnerungskultur in Deutschland. Sie klärt auf Instagram und TikTok über den Holocaust auf und hat auf beiden Plattformen zusammengenommen mehr als 400.000 Follower und Followerinnen. Ihre Arbeit spricht insbesondere junge Menschen an und transportiert so das Gedenken an den Holocaust in eine Generation, die kaum noch lebende Zeitzeugen kennenlernen kann. Ihr Buch zeigt, wie wichtig eine aktivere, vielfältigere Gedenkkultur ist, um künftige Generationen auch ohne direkte Zeitzeugenberichte zu erreichen.
Für ihre innovative und engagierte Arbeit wurde Siegert 2024 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet, 2025 erhielt sie den Margot Friedländer Preis. Sie lebt in Leipzig.

Die Lesung am 22. Januar startet um 19.00 Uhr im Festsaal der Burg Bederkesa, Amtstraße 17 in Geestland. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um Anmeldung gebeten per E-Mail an a.heilemann@landkreis-cuxhaven.de 

Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven