Landkreis gibt Hinweise zum Hantavirus - Einfache Sicherheitsmaßnahmen helfen
Nachdem es auf einem Kreuzfahrtschiff zu Hantavirus-Fällen gekommen ist, hat das Thema an Aufmerksamkeit gewonnen. Die Bereiche Gesundheit und Veterinärwesen des Landkreises Cuxhaven nehmen dies zum Anlass, über das Virus zu informieren und Verhaltenshinweise zu geben, die dazu beitragen können, eine Infektion mit dem Hantavirus zu vermeiden.
Die Hantavirus-Art, die den Ausbruch auf dem Kreuzfahrschiff mit schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen verursacht hat, kommt in Europa nicht vor. Aber auch in Deutschland kommen Hantaviren in der Natur vor und Menschen können sich infizieren. Das Virus wird durch den Kot, Speichel und Urin infizierter Nagetiere wie wildlebender Ratten oder Mäuse übertragen. Das bedeutet, dass auch ohne direkten Kontakt zu einem Nagetier eine Infektion erfolgen kann, beispielsweise, wenn ein Mensch virushaltigen Staub einatmet.
Vorsicht ist deshalb geboten beim Kontakt mit durch Nagerkot verunreinigten Räumen und Gegenständen, beispielsweise beim Fegen von Abstellräumen oder Gartenlauben, beim Umschichten von Altholz, beim Entfernen alter Vogelnester oder bei der Reinigung von Gartenmöbeln und -geräten nach der Winterpause. Deshalb sollten bei Tätigkeiten dieser Art eine Atemschutz-Maske und Handschuhe getragen werden, wenn Nagerkot vorhanden ist. Wenn Mäusekadaver und Exkremente vor der Entsorgung mit einem handelsüblichen Reinigungsmittel benetzt werden, kann die Staubentwicklung reduziert werden.
Eine Infektion durch Bisse von infizierten Nagern oder durch die Aufnahme von mit Nagerkot verunreinigten Lebensmitteln ist ebenfalls möglich. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch kommt bei den in Deutschland vorhandenen Hantavirus-Arten nicht vor.
In Deutschland verläuft ein großer Teil der Hantavirus-Infektionen ohne Symptome asymptomatisch bzw. mit unspezifischen Symptomen wie Fieber und grippeähnlichen Symptomen. In einigen Fällen können auch die Nieren betroffen sein. Wer bei sich eine Hantavirus-Infektion vermutet, sollte seinen Hausarzt aufsuchen.
Ausführliche Informationen finden sich auf der Internetseite des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves): Hantavirus | Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, sowie unter www.infektionsschutz.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: https://www.infektionsschutz.de/download/1906-Erregersteckbrief_Hantaviren_DE.pdf