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24.08.2026

Nacht der Kultur in Otterndorf - Museum gegenstandsfreier Kunst erweitert Praxisprogramm gemeinsam mit Stef D

Zur Nacht der Kultur am Freitag, 28. August 2026, arbeiten das Museum gegenstandsfreier Kunst und das benachbarte Atelier Pouring Art von Stef D erstmals zusammen. Mit der Kooperation erweitert das Museum sein praktisches Vermittlungsprogramm und bindet zugleich eine lokale Partnerin aus der unmittelbaren Nachbarschaft ein.

„Ich freue mich sehr, das Museum gegenstandsfreier Kunst als direkten Nachbarn zu haben. So kann ich meine Workshops wunderbar mit dem unmittelbaren Erleben von Kunst verbinden“, erklärt die Otterndorfer Künstlerin und Projektraumbetreiberin Stef D. Auch Museumsdirektor Wilko Austermann sieht in der räumlichen Nähe großes Potenzial: „Es ist ein großes Glück, das Atelier von Stef D als direkten Nachbarn zu haben. Dadurch können wir künftig verstärkt praktische Kunstprojekte anbieten, die unmittelbar an die Themen und künstlerischen Ansätze unserer Ausstellungen anknüpfen.“

Von 18 bis 22 Uhr erwartet Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein abwechslungsreiches Programm aus eigener künstlerischer Praxis, Kunst im öffentlichen Raum und einer Begegnung mit der aktuellen Ausstellung „Chrome Shelter“ von Chris Dorland.

Im Mittelpunkt steht der Workshop „Bildstörung – was bleibt, was darf verschwinden?“ für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren. Inspiriert von ausgewählten Aspekten der Arbeitsweise Chris Dorlands entstehen aus abstrakten Bildfragmenten, Acrylfarbe, Folien und unterschiedlichen Materialien eigene gegenstandsfreie Kompositionen.

Die Teilnehmenden ordnen, drehen, zerreißen und überlagern zunächst verschiedene Bildausschnitte auf einer Leinwand. Aktionskarten geben spielerische Impulse und bestimmen, welche Materialien, Werkzeuge und Bearbeitungsschritte eingesetzt werden. Anschließend werden die Oberflächen mit Farbe und Spachtel verändert: Einzelne Partien werden verdeckt, abgetragen oder reliefartig hervorgehoben. Dabei stellt sich immer wieder die zentrale Frage: Was soll sichtbar bleiben – und was darf verschwinden?

Der Workshop vermittelt einen spielerischen Zugang zu Bildüberlagerungen, Fragmentierungen und unterschiedlichen Oberflächen. Die Werke Chris Dorlands werden dabei nicht unmittelbar nachgeahmt. Vielmehr entwickeln die Kinder und Jugendlichen ausgehend von den Themen der Ausstellung eine eigene künstlerische Bildsprache. Geleitet wird der Workshop von dem Kunstgeschichtspraktikanten Noah Wiesenmüller. „Ich freue mich sehr, zur Nacht der Kultur erstmals einen Workshop leiten zu können, und hoffe auf viele neugierige Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, so Wiesenmüller.

Um 19 Uhr führt Museumsdirektor und Kunsthistoriker Wilko Austermann durch den Otterndorfer Skulpturenpark. Der Rundgang beginnt am Torhaus und stellt ausgewählte Werke sowie die Entwicklung der gegenstandsfreien Kunst im öffentlichen Raum Otterndorfs vor. Um 20.30 Uhr folgt eine Kurzführung durch die Ausstellung „Chris Dorland – Chrome Shelter“ im Museum gegenstandsfreier Kunst. Die erste institutionelle Einzelausstellung des in New York lebenden Künstlers in Europa beschäftigt sich mit digitalen Bildwelten, technischen Störungen, Spiegelungen und der Frage, wie digitale Technologien unsere Wahrnehmung verändern.

Die Otterndorfer Künstlerin und Projektraumbetreiberin Stefanie Dutczak, kurz Stef D, lebt und arbeitet in Otterndorf. Nach einer handwerklichen Ausbildung und dem Abitur auf dem zweiten Bildungsweg studierte sie an der Universität Osnabrück Germanistik und Kosmetologie mit dem Schwerpunkt Gestaltung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen. Anschließend war sie als Oberstudienrätin in Düsseldorf und Bochum tätig.

Prägend für ihr künstlerisches Schaffen sind die Farbenlehre Johannes Ittens, ihre langjährige Beschäftigung mit Tanz und Bewegung sowie mehrere Bildungsreisen nach Japan. Nach Erfahrungen mit gegenständlicher Malerei entdeckte sie im Fluid Painting und insbesondere im Acrylic Pouring die für sie geeignete Ausdrucksform. Beim freien Fließen und Aufeinandertreffen der Pigmente entstehen Farbräume zwischen bewusster Gestaltung und nicht vollständig kontrollierbaren Prozessen. „Acrylic Pouring ist zum Anker in meinem Leben geworden“, beschreibt Stef D die Bedeutung ihrer künstlerischen Arbeit.

Die erstmalige Kooperation zur Nacht der Kultur bildet den Auftakt für eine stärkere Zusammenarbeit der beiden direkten Nachbarn. Künftig sollen Ausstellungsbesuche und praktische Kunstprojekte noch enger miteinander verbunden werden.

Programm am 28. August 2026

18 – 22 Uhr: Workshop „Bildstörung – was bleibt, was darf verschwinden?“ für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren

19 Uhr: Führung durch den Skulpturenpark mit Wilko Austermann, Treffpunkt am Torhaus

20.30 Uhr: Kurzführung durch die Ausstellung „Chris Dorland – Chrome Shelter“ im Museum gegenstandsfreier Kunst

Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven