Seiteninhalt


24.06.2026

Landkreis Cuxhaven warnt: Steigende Gefahr von Bränden in Wald, Moor und Heide

Der Sommer hält Einzug ins Cuxland – und mit ihm auch einige Risiken. Der Landkreis Cuxhaven informiert in einer Reihe von Pressemeldungen über die Themen verantwortungsvoller Umgang mit Trinkwasser, Hitzeschutzmaßnahmen und Waldbrandgefahr

Für die kommenden Tage sind für den Landkreis Cuxhaven viel Sonnenschein, hohe Temperaturen und keine Niederschläge vorausgesagt. Dieses anhaltend sommerliche Wetter hat Folgen für die Natur, denn Hitze und Trockenheit lassen die Waldbrandgefahr ansteigen - auch im Kreisgebiet. Der aktuelle Waldbrand-Gefahrenindex (WBI) des Deutschen Wetterdienstes liegt für die kommenden Tage kreisweit bei 3, teilweise auf 4 (zweithöchste Gefahrenstufe = hohe Gefahr) steigend. Daraus ergeben sich Verhaltensregeln und Verbote, die eine Entstehung von Waldbränden verhindern sollen.

Landkreis bittet Menschen im Cuxland um Aufmerksamkeit und Rücksicht

Alle Einwohnerinnen und Einwohner sind zu besonderer Aufmerksamkeit aufgerufen.

Die Kreisverwaltung Cuxhaven und der Kreiswaldbrandbeauftragte Stefan Brößling von den Niedersächsischen Landesforsten weisen aufgrund der aktuellen Waldbrandgefahrenstufe darauf hin, dass das Rauchen im Wald zwischen Anfang März und Ende Oktober grundsätzlich verboten ist. Des Weiteren sind offene Lager- oder Grillfeuer außerhalb der ausgewiesenen Grillstellen nicht erlaubt. An zugelassenen Grillplätzen ist darauf zu achten, dass kein Funkenflug entsteht und das Feuer beim Verlassen des Grillplatzes richtig gelöscht wird. Zurzeit sollte das Grillen an diesen Plätzen ganz unterlassen werden.
Eine leichtfertig weggeworfene Zigarettenkippe oder ein nicht sachgemäß gelöschtes Grillfeuer können bei diesen Temperaturen und der langen Trockenheit schnell verheerende Auswirkungen haben. Auch die sehr heißen Katalysatoren von Autos können auf trockenem Waldboden oder trockenen Wiesen einen Brand verursachen.
Daher bittet der Landkreis Menschen auf Ausflügen nachdrücklich, Autos nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen abzustellen und Zufahrten in die Wälder nicht zuzuparken, damit Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge im Brandfalle freie Fahrt haben. Das Kreisgebiet besteht einschließlich Bruch- und Moorwaldflächen zu etwa 10 Prozent aus Waldfläche. Der Klimawandel fördert Trockenheit und Hitze und damit die Waldbrandgefahr zusätzlich.
Die Brandgefahr von Moorböden ist vor allem in trockenen und heißen Wetterperioden sehr groß. Moore bestehen aus torfigem Boden, der aus teilweise zersetzter organischer Substanz besteht und im trockenen Zustand hochgradig brennbar ist. Besonders tückisch ist, dass dieser Boden unterirdisch über Monate weiterglimmen kann, selbst wenn das Feuer an der Oberfläche bereits gelöscht scheint.

Hinweise des Kreisbrandmeisters Kai Palait zur Wald- und Moorbrandgefahr:

Aufgrund der kritischen Lage sind daher alle zur Wachsamkeit aufgerufen: Offenes Feuer in Wald, Moor oder Heide sollte auch bei kleinen Bränden sofort über den Notruf 112 der Feuerwehr gemeldet werden.

Auch der Kreisbrandmeister Kai Palait äußert sich zur aktuellen Lage: Um die Brandgefahr möglichst gering zu halten, ist präventives und umsichtiges Verhalten der Bevölkerung unabdingbar. Jeder Funke kann bei entsprechender Ausgangslage einen Brand erzeugen. Der Landkreis Cuxhaven hat bei einer Gesamtfläche von gut 2000 km2 einen hohen Anteil an Wald- und Moorflächen. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten. Insbesondere sollte in den Wald- und Moorgebieten nicht geraucht werden. In den Waldgebieten ist die Brandgefahr vor allem bei Trockenheit überdurchschnittlich hoch.

Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven