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24.06.2026

Gut vorbereitet durch den Sommer: Vorsorge für heiße Tage 

Der Sommer hält Einzug ins Cuxland – und mit ihm auch einige Risiken. Der Landkreis Cuxhaven informiert in einer Reihe von Pressemeldungen über die Themen verantwortungsvoller Umgang mit Trinkwasser, Hitzeschutzmaßnahmen und Waldbrandgefahr.

Die meisten Menschen freuen sich über warme Sommertage, doch hohe Temperaturen können auch zur Belastung werden. Sobald die Temperatur an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen über 28°C liegt, spricht man von einer Hitzeperiode. Gleichzeitig treten vermehrt sogenannte Tropennächte auf, in denen die Temperaturen nicht unter 20°C sinken. Solche Hitzeperioden, wie sie auch aktuell im Cuxland zu erwarten sind, belasten den Körper, erschweren den Alltag und stellen eine ernsthafte Bedrohung für die körperliche Gesundheit dar. 

Die aktuelle Lage im Landkreisgebiet

Zurzeit werden anhaltend hohe Temperaturen und ausbleibende Niederschläge erwartet. Heute (24. Juni) gilt für den Landkreis Cuxhaven eine Hitzewarnung der Stufe 1 (laut Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes). Auch für die darauffolgenden Tage, insbesondere am kommenden Wochenende, sind Hitzewarnungen wahrscheinlich.

Warum Hitze gefährlich ist
Wenn es heiß ist, weiten sich die Blutgefäße in der Haut, damit Wärme abgegeben werden kann. Dadurch sinkt der Blutdruck und das Herz muss schneller schlagen, um den Kreislauf stabil zu halten. Für gesunde Menschen ist das meist gut zu bewältigen, für ältere Menschen oder Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann diese zusätzliche Belastung jedoch kritisch werden.
Der Körper kühlt sich durch Schwitzen. Dabei verliert er allerdings Wasser und wichtige Mineralstoffe wie Natrium und Kalium. Wenn dieser Verlust nicht ausgeglichen wird, kann es zu Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Konzentrationsschwierigkeiten kommen.

Steigt die Körpertemperatur zu stark an, kann der Körper seine Temperatur nicht mehr ausreichend regulieren. Das kann zu Hitzekrämpfen, Hitzeerschöpfung und im Extremfall zu einem Hitzschlag führen – ein medizinischer Notfall, weil der Körper seine Temperaturkontrolle verliert. Außerdem kann Hitze die Atmung erschweren, bestehende Krankheiten wie Asthma und Diabetes beeinflussen und den Schlaf stören.

Folgende Symptome sind Alarmzeichen für Hitzeerkrankungen: Ungewöhnliche Unruhe, Schwindelgefühl, Übelkeit und Erbrechen; heiße, trockene, rote Haut; Kopfschmerzen, starkes Durstgefühl, Krampfanfälle oder Kreislaufkollaps bis hin zu Bewusstlosigkeit.

Warum Hitze auch an der Nordseeküste gefährlich ist

Viele Menschen schätzen das milde Klima und die frische Brise im Norden und nehmen Hitzeperioden als weniger bedrohlich wahr. Dieser Eindruck täuscht, denn auch im Landkreis Cuxhaven steigt die Zahl heißer Tage und Dürreperioden.

Die Nordseebrise schützt nicht vor gesundheitlichen Risiken: Wind und kühlere Nächte vermitteln ein Gefühl von Erholung, doch der Körper bleibt bei hohen Temperaturen stark belastet. Besonders ältere Menschen, chronisch Erkrankte und kleine Kinder reagieren empfindlich auf Hitze. Selbst moderate, aber langanhaltende Wärmeperioden können Kreislaufprobleme, Erschöpfung oder Dehydrierung auslösen.

Hohe Luftfeuchtigkeit verstärkt die Belastung: Die Nähe zur Nordsee bedeutet oft eine höhere Luftfeuchtigkeit. Dadurch kann der Körper schlechter schwitzen und sich weniger effektiv abkühlen. Schon Temperaturen um die 25–28 °C können dann als deutlich belastender empfunden werden als im trockenen Binnenklima.

Hitze betrifft den gesamten Landkreis Cuxhaven – nicht nur die Küste: Auch wenn der Landkreis keine Großstädte mit dicht bebauten Flächen hat, kann sich Hitze im Binnenland dennoch deutlich bemerkbar machen. Das liegt an mehreren natürlichen und geografischen Faktoren, die in einer weitläufigen Region wie dem Cuxland eine wichtige Rolle spielen.

Weniger Wind als an der Küste: Schon wenige Kilometer von der Küste entfernt nimmt die Nordseebrise ab. Wälder, Geländestruktur und größere Entfernungen vom Meer bremsen den Wind, sodass warme Luft weniger gut abtransportiert wird. Dadurch kann sich Hitze in windgeschützten Bereichen stauen. Die vielen landwirtschaftlichen Flächen können sich tagsüber stark erwärmen. Besonders trockene Böden reflektieren die Hitze und geben sie an die Umgebung ab.

Die Bevölkerung im Landkreis Cuxhaven ist vergleichsweise älter: Ein überdurchschnittlich hoher Anteil älterer Menschen lebt im Landkreis. Diese Gruppe ist besonders gefährdet, da der Körper im Alter weniger gut auf Hitze reagieren kann. Medikamente, Vorerkrankungen und eingeschränkte Mobilität verstärken das Risiko zusätzlich.

Empfohlene Schutzmaßnahmen

„Der Hitzeknigge“ des Umweltbundesamtes empfiehlt:

  • Ausreichend trinken – auch ohne Durstgefühl.
  • Lüften: Am besten früh morgens oder spät abends und tagsüber Fenster und Rollos geschlossen halten.
  • Körperliche Belastung reduzieren oder auf kühlere Tageszeiten legen und ausreichend Pausen einplanen.
  • Direkte Sonne, vor allem mittags, meiden und leichte, helle Kleidung wählen.
  • Auf gefährdete Personen achten: Ältere Menschen, Babys, Kinder und Schwangere sowie chronisch Erkrankte benötigen besondere Aufmerksamkeit.
  • Tiere schützen: Ausreichend Wasser und Schatten bereitstellen und Tiere niemals im Auto zurücklassen – auch nicht bei geöffnetem Fenster.
  • Wetter- und Warn-Apps nutzen sowie die Hinweise des Deutschen Wetterdienstes, des Landkreises oder der Kommune vor Ort beachten.

Weitere Informationen zum richtigen Umgang mit Hitze finden sich hier: https://www.landkreis-cuxhaven.de/Themenbereiche/Gesundheit/Hitzeinformationen/ 

Autor/in: Presse- und InformationsDienst des Landkreises Cuxhaven